21. Freude, Motivation und Ordnung während des Studiums

Wir sind im letzten Semesters unseres Studiums. Unglaublich! Ich möchte dies daher zum Anlass nehmen und dir in diesem Blog verraten, was mir persönlich viel Freude bereitet und mich motiviert hat jede Lecture im Studium anzuhören. Möglicherweise ist es ein bisschen spät für dich, aber möglicherweise nicht für andere Leser*innen unseres Schreibaustausches.

Meine handschriftlichen Notizen

Ich schreibe gerne mit der Hand. Ich lege Wert darauf, wie sich Papier anfühlt, wie ein Stift in der Hand liegt und wie ich den Stift auf dem Papier führe. Daher ist es nicht verwunderlich, dass meine Mitschriften während meines Studiums in Notizbüchern gesammelt sind. Obwohl ich Content Strategie studiere und mich auch beruflich hauptsächlich mit digitalen Kanälen beschäftige, genieße ich es meine Gedanken analog auf Papier zu bringen.

Es erfüllt mich daher mit Stolz in meinen vergangenen Notizbüchern zu schmökern und mir vor Augen zu führen, wieviel wir in diesem Studium bereits gelernt haben.

Meine vier Notizbücher umfassen meine bisherigen Mitschriften zum Content Strategie Studium.

Lernen durch die handschriftliche Mitschrift

Nicht besonders überraschend – aber ich selbst lerne am besten durch aktives Mitschreiben:

  • In der ersten Phase schreibe ich – meist auch mit dem Gefühl, dass wenn ich etwas nicht zu Papier bringe, es eventuell für immer verloren ginge. Die Tätigkeit des Schreibens verinnerlicht den Inhalt in mir.
  • In einer zweiten Phase kommen Farben hinzu, ich markiere farblich besonders wichtige Stellen. Das kann auch zu ziemlich hohen Kosten führen, da ich auch gerne in Büchern Notizen hinzufügen oder farblich Stellen markiere. Das kann ich nur in Büchern tun, die mir auch selbst gehören.
  • In einer dritten Phase tendiere ich dazu Skizzen oder Modelle zu zeichnen.
Hier ist ein Beispiel meiner Mitschrift von Deane Barkers Lecture zu Content Modeling. Part 2
Am besten merkt man sich begriffe und Funktionen durch Metaphern: Application Programming Interface (API) ist so gestaltet, dass sie wo andocken kann.

Erst kürzlich habe im Falter in der IT-Kolumne von Anna Goldenberg gelesen:

Wer bei einer Vorlesung seine Mitschrift am Computer tippt, merkt sich weniger. Besser fürs Hirn ist es, sich mit einem Stift auf Papier Notizen zu machen. Das waren die Erkenntnisse einer Studie, die 2014 im Fachjournal Psychological Science erschien und vielfach zitiert wurde. Wer mit der Hand mitschreibt, dessen Notizen sind kürzer, weil, anders als am Laptop, weniger wörtlich zitiert wird. Stattdessen werden die Inhalte gleich beim Schreiben verarbeitet. Die Ablenkung durch Internet und so weiter spielt keine Rolle.

Anna Goldenberg im Falter (Ausgabe Nr.13/21 – 31.März 20201)

Ich kann das nur bestätigen. Die Kolumne geht jedoch weiter:

Sechs Jahre später replizierte ein anderes Forschungsteam das Experiment, wie es für redliche Wissenschaft ratsam wäre, aber selten geschieht. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse in der gleichen Zeitschrift. Diesmal fanden die Forscher keine Unterschiede zwischen jenen Studierenden, die mit der Hand, und jenen, die am Laptop mitschrieben. Beide merkten sich den Inhalt eines kurzen Vortrags gleich gut. Eine schlechte Nachricht für jene, die den Niedergang der Handschrift betrauern -und eine gute für jene, die ihre eh nicht lesen können.

ebenda

Was soll ich dazu sagen? Ich selbst gehöre zur alten Schule.

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