Liebe Sarah,

das ist wohl auch mein letzter Beitrag den ich hier schreibe. Denn es ist wirklich wahr: unser Studium Content Strategie neigt sich dem Ende zu. Alles, was ich nach diesem Blogpost noch machen muss ist, die Masterarbeit fertig schreiben. Dieses Vorhaben könnte man mit dem Erklimmen eines Berges vergleichen. Der Aufstieg ist seit Beginn des Studiums geplant. Wir sollten also gut darauf vorbereitet sein. Lass’ uns nochmals zurückblicken.

photography of a mountain during day time

Die Grundausrüstung

Im Zuge der vergangenen Semester haben uns Lehrende ihre Vorgehensweisen und Methoden in der Theorie erklärt. Zu den Basics in dieser Phase zählt der Content Audit. Zusätzlich kann eine Competetor Analyse oder eine Case Study für das Planen der Besteigung, der Entwicklung einer Content Strategie, als Basis dienen. Auch die technischen Rahmenbedingung im Hintergrund für eine erfolgreiche Anwendung der Content Strategie gehören zur Grundausrüstung und müssen in dieser frühen Phase definiert werden. Da wie beim Wetter auch die verschiedenen äußere Einflüsse auf die Content Strategie nicht immer planbar sind, sollte das technische Setup so ausgelegt sein, dass man gegebenenfalls auf Änderungen reagieren kann.

Planung

Concept first, surface after

Für eine erfolgreiche Content Strategie ist das die Zeit, um in Recherche zu investieren und die User so gut es geht Kennenzulernen. Verschiedene Methoden, wie User Interviews, Umfragen oder Web- und Social Media Analysen können dabei helfen. Es gilt herauszufinden, wie die User ticken, was sie erreichen möchten und wo es für sie schmerzt und unangenhem ist. Wenn wir an unsere Wanderung denken, gilt es sich darauf zu fokussieren, Blasen an den Füßen nicht einfach mit einem Pflaster zu heilen. Die Route und das Equipement sollten so konzipiert sein, dass Blasen gar nicht erst entstehen. Dabei helfen Fragen wie: Wie lange soll der Weg dauern? Was ist das gewünschte Ziel? Die Ergebnisse der Recherche können in Form von Personas oder Mental Models dargestellt werden. Auch Stakeholder und Expert:innen sollten in dieser Phase miteinbezogen werden, denn diese haben oft einen ganz anderen Blickwinkel und Erfahrungen in Bezug auf das Vorhaben.

two person walking towards mountain covered with snow

Im Basislager

Die richtigen Entscheidungen treffen

Es loht sich früh direkt an den Ort des Geschehens zu reisen und das Vorhaben zu prüfen. In Bezug auf Content Strategy ist eine Feasibility Studie eine Möglichkeit. Ist das Vorhaben wirklich machbar? Lohnt sich das Investment? Gibt es genug Ressourcen? Man ist vor Ort, schleicht um den Berg herum, prüft die ausgehekte Route, generiert Ideen für Anknüpfungsmöglichkeiten, Teamarbeit und Zwischenlager. Wir haben gelernt, welche Methoden in dieser Phase brauchbar sind, diese kommen ganz auf die Art des Projektes an. Es können Customer Journeys, Empathie Maps oder SEO Analysen sein. Es geht darum, die richtige Entscheidung für den Aufstieg zu treffen: welche Methode führt zum gewünschten Ergebnis? Welcher Weg ist der beste? Welche Elemente einer Content Strategie muss ich wann und nutzen damit das Ziel erreicht wird? 

Am Steilhang

Fokus auf Performance

In dieser Phase heißt es, den Plan auszuführen. Die gewählten Methoden umsetzen und ins Tun kommen. Je nach geplantem Ziel stehen auch hier in der Content Strategie unterschiedliche Methoden zur Verfügung. In meinem Fall verwende ich User Tests, Customer- und Empathy Journey Mapping, Content Modelling und ein Concept Statement. Und hier stehe ich momentan: Im Steilhang meiner Masterarbeit. Zur Zeit habe ich einen Schritt zurück gemacht, um mich gut für die letzte Anstrengung vorzubereiten. Noch kann ich den Gipfel nicht sehen und ich werde meinen persönlich geplanten zeitlichen Rahmen wohl etwas überziehen.

Am Ziel

Durchatmen und Ausschau halten

Wenn das Ziel erreicht ist, heißt es rasten, loslassen, das Ergebnis aus der Ferne betrachten. Auch dazu gibt es Methoden im Feld der Content Strategie: zum Beispiel Monitoring von Websiten und Social Media Accounts oder auch User Tests. Mit diesen Methoden können die Inhalte getestet und  überprüft werden, ob sie angenommen werden und ob die entwickelte Strategie erfolgreich ist. Oder ob es Änderungen bedarf.

Abstieg und Regeneration

Auf diese Phase freue ich mich besonders. Denn auch wie du, bin ich sehr erschöpft von den letzten Jahren durch unser Studium an der FH Joanneum. Ich hoffe, wir treffen uns bald wieder in Wien oder in Graz!

Liebe Sarah, auch ich habe mich durch unseren Dialog geklickt und über unseren vielseitigen Austausch gefreut. Es war schön mit dir, obwohl auch mir der persönliche Austausch sehr gefehlt hat. Vielen Dank für diesen Dialog auf diesem Content Logbuch <3

Viele Grüße, 

Barbara