26. gather.town setup

Liebe Sarah,

unser letztes Semester ist wie im Flug vergangen. So schnell, dass ich diesen Blogartikel auch etwas verspätet ist. Ich möchte dir hier schreiben, wie es mir mit der Gestaltung von gather.town für unser letztes Barcamp gegangen ist.

 

Eine Stadt zum Treffen

gather.town ist eine Software, die virtuelle Konferenzen, Festival oder Camps ermöglicht. Mit einem Avatar navigieren und bewegen sich die Besucher:innen durch die Räume. Sobald sich zwei oder mehrere Personen näher kommen, erklingt der Ton und die Kamera schaltet sich ein. Man begegnet sich beinah so, wie man es abseits der Bildschirme macht.  

Falls du nochmals durch die Räume vom Barcamp21 spazieren möchtest – das Setup ist noch online. Und so hat es im Backend ausgesehen: 

 

Bevor der virtuelle Konferenzraum direkt in gather.town gestaltet werden konnte, wurde im Barcamp21-Team folgendes festgelegt:

Für das Barcamp21 braucht es: 

 

  • sechs einzelne Räume mit schalldichten Wänden
  • einen Meetingpunkt für das Opening und Closing
  • zwei separate Meetingpoints mit privater Diskussionsmöglichkeit 
  • genügend Platz und Bewegungsmöglichkeiten für etwa 200 Personen 
 
Nach zwei Stunden hatte ich mich in die Software eingearbeitet und die einzelnen Möglichkeiten verstanden und Elemente erkundet. gather.town begann mir Spaß zu machen. 

 

Die Möglichkeiten zusammengefasst:

Grundsätzlich kannst du alles selbst gestalten, also auch den Raumaufbau. Dazu musst musst aber wirklich viel Zeit investieren und dich intensiv mit gather.town beschäftigen. Für das Coscamp21 haben wir ein fertig gebautes Template verwendet und dieses entsprechend adaptiert. 

Der Hintergrund ist ein zweidimensionales Bild im jpg-Format, das einfach mit Photoshop entsprechend bearbeitet werden kann. Das folgende Bild zeigt dir genau den Hintergrund für unser Coscamp: Die Zahlen in den Räumen sowie die Logos wurden mit Photoshop hinzugefügt.  

Die Zahlen dienen als Orientierung und Leitsystem und sind deshalb so groß und markant, um gut lesbar zu sein.

 

Auf diesen 2D Hintergrund können in der Webaplikation gather.town  unterschiedliche Elemente ausgewählt und platziert werden. Die Auswahl ist ziemlich groß: es gibt unterschiedliche statische Elemente wie Sitz- und Liegemöglichkeiten, Barelemente, Getränke, Essen, Blumen,… Auch interaktive Elemente können ausgewählt und platziert werden, wie Beamer, Whiteboards oder Jukeboxen. Wie viele interaktive Elemente verwendet werden können, hängt vom Zahlungsmodell ab. Zusätzlich muss jeder Raum als abgegrenzter Raum mit Wänden genau definiert werden – ebenso alle Flächen, die für private Gespräche genutzt werden können. 

 

Dieses Bild zeigt die Bar, sowie das Menü. Hier kann man den Modus zwischen Einstellungen, Builder, Calender, Chat und Teilnehmer welchseln. 

 

 

Hier ist die Rooftop-Bar zu sehen, die noch als zusätzlicher Raum eingebaut wurde. Teilnehmer:innen konnten sich hier auch privat und ungesehen unterhalten. 

 

Eine gut besuchte Session in Raum 5 🙂  

 

 

Diese Blogbeiträge berichten ebenfalls davon:

Content Strategy Camp 2021 #coscamp2021

victoriahufnagl.com/tag/gather-town/

https://ayla-kusuran.jimdofree.com/gather.town-online-events/

Warst du beim Barcamp dabei? Wie hat es dir gefallen? 

Bis bald! – vielleicht sogar wieder in Wien 🙂 

22. Symbiose Studium und Arbeit

Hey Sarah,

wie geht es dir mit der Trennung in deinem neuen Beruf und dem Studium? Gibt es bei dir eine klare Trennung zwischen Arbeit und Studium? Oder kannst die Arbeitszeit auch zum Arbeiten an Projekten verwenden? Ich schreibe die Masterarbeit für das Unternehmen, in dem ich arbeite. Da verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Studium schnell. Eigentlich ist es eine Symbiose, denn beide profitieren voneinder. Die Arbeit jedenfalls davon, dass ich Erlerntes sehr unkompliziert ausprobieren und anwenden kann. Das Studieren profitiert dann von der Erfahrung und bringt mir einen direkten Praxisbezug zur Theorie.

Zusätzlich gibt es ja noch die Projektarbeiten, die jeweils ein Projekt im echten Leben sind (oder waren) und wirklich nützliche Informationen und Wissen lieferten. Natürlich kann nicht alles gleich angewendet werden, so manch Erlerntes würde auch die vorhandenen Ressourcen im Unternehmen sprengen. Ja, wenn es zur Arbeitszeit kommt, verschwimmt diese durch das Studium auch: Projekte, die im Studium für die Arbeit durchgeführt werden, verlagern sich auch in die Freizeit. Naja, im Laufe des Studiums hat es schon mehrere Situationen gegeben, die sich wirklich gut ergänzt haben. Hier ein paar Beispiele:

  • Basic Tipps für SEO konnte ich direkt anwenden und im Team weitergeben
  • Marketing: Die Wichtigkeit der funnels konnte bei einer Social Media Kampagne angewendet werden
  • Projektarbeiten in Bezug auf Markt- und Userrecherche 
  • Schreiben im Internet: Die Tipps aus dem ersten Semester für Ecommerce Texte
  • Content Modelling ist gerade in meiner aktuellen Phase der Masterarbeit essentiell

Das sind jetzt eher kleine taktische und kurzfristige Empfehlungen und Entscheidungen die ohne langwierige Diskussionen umgesetzt werden konnten. In der Masterarbeit sollen auch strategische Handlungsempfehlungen für einen bestimmten Teil des Unternehmens enstehen. 

Ich denke, dass es auch bei Ayla und ihrem Arbeitgeber so ist. Zumindest habe ich das aus ihrem Blogartikel über Visualisierung so herausgelesen.  

Auch bei Linda ist es ähnlich, wie sie hier schreibt.

Wie ist das bei dir, liebe Sarah? f

20. Und schon wieder fast vorbei

Hey Sarah, 

bald ist es schon wieder vorbei – unser vorletztes Semester! Wie geht es dir? Bist du bei deiner Feasibility Studie schon gut vorangekommen?

Für mein Projekt war der eigentliche Plan, eine Customer Journey zu analysieren. Im Zuge der Recherche habe ich aber herausgefunden, dass das Angebot für die Journey noch zu wenig bekannt und ausgefeilt ist. Deshalb musste ich einen Schritt zurück machen und am Angebot und der Plattform feilen. Im Moment bin ich noch am analysieren von qualitativen Interviews. Denn der Schritt zurück bedeutet in diesem Fall auch herauszufinden, was Menschen eigentlich brauchen, was sie sich vorstellen können und wünschen, wenn es ums nachhaltige Online-Einkaufen von Lebensmitteln geht. 

Ich habe mich für Semi-Structured Interviews entschieden. Falls dich der Unterschied zwischen structured, semi-structured und unstructured Interviews interessiert, kann ich dir dieses kurze Erklärvideo von the NNGroup empfehlen:

 

Das, was mir für die Feasibility noch fehlt, ist eine Marktanaylse der Grazer Bevölkerung, um herauszufinden, ob es überhaupt genug interessierte Menschen gibt. Ich bin da schon neugierig… 

 

Außerdem habe ich mal Zeit gefunden und Blogbeiträge von uns Cos19ies gelesen 🙂 Deine kenne ich ja 🙂 

Beim Durchlesen bzw Hören erinnerte ich mich wieder an die Anfänge dieses Semesters und auch an die der vorangegangenen. Manches scheint so lange her zu sein und anderes, als wäre es gestern gewesen … 

… ein Blogpost von Linda über Buyer Personas erinnert mich an die Personas, die ich im Zuge der empirischen Projektarbeit erstellt habe und die mich eine ganze Zeit lang begleited haben.

Julia schreibt in einem ihren letzten Beiträge über ein Motivationstief am Ende des dritten Semesters – da hab ich mich auch wieder gefunden. 

… vom Podcast von Karo und Paul habe ich ein paar Episoden angehört und musste mehrmals mehrfach schmunzeln. Das Insider-Wissen, das die beiden teilen ist allerdings nicht nur lustig. 

… Kerstin gibt auf ihrem Blog mutvoll wie immer ganz ruhig und gelassen Tipps. Zum Beispiel, wie man das Vertrauen der Kund*innen gewinnt und behält. Oder wie man die DNA einer Brand gut definiert. Das sind nicht nur für diese Zeit wertvolle Tipps 🙂

Es gäbe noch so viel mehr zu lesen und lernen von all den Cos19ies 🙂 

Ich hoffe, es geht dir gut, liebe Sarah! Bis morgen und viele Grüße aus Graz <3

19. Menschlichkeit im Community Management

Liebe Sarah,

du hast mich in deinem letzten Artikel gefragt, was ich über Facebookgruppen denke. Ich bin da nicht so aktiv, aber manche finde dennoch hilfreich, manche interessant und informativ. Vor allem wenn es um spezielle Themen geht und Wissen und Tipps ausgetauscht und zur Verfügung gestellt werden. 

Hast du schon mal nachgedacht, wie wir uns trotz Lockdown und Homeoffice dennoch auf eine Art und Weise verbunden und nicht alleine fühlen können? Für mich fühlt es sich manchmal so an, als würden wir gemeinsam ein halbwegs sicheres Netz spinnen. So sind wir virtuell miteinander verbunden, können uns auf dieses Netz verlassen, in Sekundenschnelle mit Freunden per Video austauschen, Inhalte teilen und kommentieren. Wir alle sind Teil von Commuities, zur Zeit mehr online als offline, aber das verbindet uns.

 

Ein Artikel auf cmxhub.com hat mich neugierig gemacht: es ist ein veröffentlichtes Interview mit dem Community Professional of the year 2020, Paras Pundir. Ehrlich gesagt war ich überrascht, dass es dafür einen Award gibt und ebenso, dass der Community Professional of the year aus Indien kommt und auch darüber welche Ratschläge er gibt.

Wie entsteht eine Community und was hält sie zusammen? Wie auch bei erfolgreichen Unternehmen geht es auch in einer erfolgreichen Community um das „WHY“. Menschen kommen zusammen, haben die gleichen Interessen oder wollen etwas verändern oder lernen. Und es geht um ehrliche und aufrichtige Verbindungen: 

„A strong community begins with genuine connections. These authentic links are crucial to building an engaged community, online or offline.“ sagt Paras.

 

Als ein guter Community Builder muss man demnach vor allem „echt sein“ und braucht das Vertrauen der einzelnen Mitglieder sowie der Community als Einheit. Ehrlichkeit (auch sich selbst gegenüber), das Interesse Probleme zu lösen und Empathie gehören zu den Grundsätzen eines Community Proffessionals. Ja, mir ist aufgefallen, dass es in meinen letzten Artikeln häufig um Empathie gegangen ist – ein Zufall für die Zeit in der wir leben und sich vieles virtuell abspielt?

Impact ist das, was Paras jeden Tag antreibt. Denn als Community builder steht er in der ersten Reihe und kann auf Menschen wirken und sie zu etwas befähigen, motivieren und Vorbild sein. Und so entsteht Veränderung. 

„If you are true to the cause that you’re building this community for, you will eventually want to connect with members. You will want to talk to them.“

Da ist es wieder, das „WHY“.

Quelle: https://cmxhub.com/a-conversation-with-paras-pundir-community-professional-of-the-year-2020/Wi

 

17. Ein Kauf, eine Reise

Liebe Sarah,

hast du dich schon mal mit Customer Journeys beschäftigt?  Ich möchte die Feasibilty Studie dazu nutzen und tiefer in das Thema eintauchen. Denn ich möchte herauszufinden, wo Lücken in den Online Einkaufsmöglichkeiten von das Gramm sind. Was fehlt Kund:innen? Gibt es Pain Points? Was brauchen Kund:innen, um bewusst und nachhaltig zu konsumieren? Ich denke, dass Aufklärung und Bewusstseinsbildung entlang der Customer Journey Steps dafür wesentlich ist. Aber stimmt das wirklich? 

Vera Brannen von usablebrands hat in ihrem Workshop erzählt, dass die Darstellung dieser Journeys diese Vorteile mit sich bringt:

  • Man kann sich besser in die Kund:innen hineinfühlen: sie schaffen Empathie
  • Visualisierte Customer Journeys ermögliche es, das Big Picture zu sehen
  • Content-Silos werden erkannt
  • Neue Chancen könnten erkannt, Probleme behoben und Steps verbessert werden
  • Werte können kommuniziert werden

Empathie für Kund:innen ist ein Vorteil von der Erbarbeitung von Customer Journeys

Für die Datengewinnung möchte ich qualitative Interviews mit Kund:innen aber auch zufällig gewählten Personen führen und mit Daten aus Webanalysetools arbeiten. Die bereits vorhandenen Personas werden dadurch erweitert/verbessert. Für jede Persona soll eine  Customer Journeys entstehen, die anschließend visualiert werden. Irene Michl schreibt in Think Content, dass in einer Studie von Econsultancy 83% der Befragten angaben, dass die Darstellung der Customer Journey dabei hilft, Schwachstellen zu identifizieren. Das gesamte Kundenerlebnis wird durch die Darstellung besser verstanden und kann verbessert werden. Sollte durch die qulitativen Interviews auch ersichtlich werden, dass Bewusstseinsbildung ein entscheidendes Kaufkriterium ist (oder vl auch vom Kauf abhält, da bereits vorhanden), können die unterschiedlichen Journey Steps mit Informationen gestaltet werden. 

Wie wir auch bei Doris Eichmeier gehört haben, gestalten sich Kund:innen ihre Journeys selbst. Sei es über die Website, Social Media oder durchs Vorbeispazieren an Geschäften – durch unterschiedliche Touchpoints betreten sie quasi die Online-Verkaufsfläche. Auch Content nach einem Kauf ist wichtig, damit Kund:innen an das Unternehmen gebunden werden und wiederkommen. Als Tool hat sie uns das Content Sonnensystem mit den fünf Kernbereichen erklärt:

Content-Sonnensystem

Content Sonnensystem von Doris Eichmeier

Irene Michl empfiehlt in ihrem Buch „Think Content“, die Customer Journey in drei Bereiche zu gliedern: 
1. vor dem Kauf
2. während dem Kauf
3. nach dem Kauf

Vor allem aber zählt, wie sich Kund:innen bei diesen einzelnen Steps fühlen.

Wie sich Kund:innen bei den einzelnen Journey Steps fühlen ist wesentlich bei der Recherche

Falls du auf der Suche nach praktischen Tipps bist, empfehle ich dir dieses Video von Adobe: How to map a real customer journe

Und Sarah, wir haben ja im Studium schon öfter mit den verschiedenen Vorlagen von miro gearbeitet. Du hast sicher schon gesehen, dass es da auch praktische Vorlagen für das Erstellen von Customer Journeys gibt!
Achja: Happy new year! Hoffentlich sehen wir uns in 2021 alle wieder.

16. Reflection in Action

Liebe Sarah,

deine Schreibreflexion über deine doch überlegte und strukturierte Arbeitsweise beim Erstellen von Blogposts beeindruckt mich. Vielleicht sollte ich eine dieser Methoden mal anwenden, denn wie du merkst, dauert es bei mir meist länger, bis ein neuer Beitrag online ist. Warum? Darüber schreibe ich in diesem Blogpost.

Schreiben ist für mich mit Hindernissen verbunden. Der Prozess läuft meistens so ab: Ich überlege, über was ich schreiben kann und versuche daraus auch einen Nutzen zu ziehen – für die Arbeit oder unser Studium. Ein Thema, eine Idee, habe ich recht schnell im Kopf. Mir ist es wichtig, dass ich daran interessiert bin. Denn dann möchte ich recherchieren, neue Erkentnisse und Zusammenhänge finden. Und vor allem darüber nachdenken. Aber eigentlich nicht darüber schreiben. 

Warum? Es gibt so viele Informationen im Internet aber auch in Magazinen und Büchern. Warum soll auch ich meinen Gedanken als Studierende freien Lauf lassen? Ich denke, dass ich weder genug Erfahrung noch ausreichend theoretisches Wissen habe, um meine Meinung zu veröffentlichen. Im Internet, offen zugänglich.

Vielleicht ist das eine Sache der Persönlichkeit. Oder ich vermeide die Arbeit. Denn hinter einem gut recherchierten und gut geschriebenen Beitrag steckt viel davon. Und es dauert. Das ist das nächste Hinderniss: Der Mangel an Zeit. Ein Blogpost braucht Zeit:

  • zum Recherchieren
  • zum Sortieren und Strukturieren
  • zum Ausdenken von Geschichten
  • zum Schreiben
  • zum Veröffentlichen

Und dann gibt es da noch die Ablenkung, die vor allem beim Recherchieren im Internet ein Hinderniss sein kann. Kennst du das? Du liest einen spannenden Beitrag und hast auch schon weitere in Aritkel in Tabs geöffnet. Doch irgendeine Notification poppt auf. Du möchtest nur kurz schauen und erkennst erst nach einiger Zeit, dass du noch immer nur kurz schaust. Auf irgendetwas anderes. Die Nachricht hast du längst vergessen. 

Manchmal komme ich in den Flow. Der braucht aber Anlauf, oder Sprungkraft und muss so manchen Schranken überwinden. Oder nennen wir es: das nächste Hinderniss. Das leere weiße Blatt Papier, das du auch kennst. In dieser Phase, nachdem die Idee für ok genug befunden wurde, die Struktur im Kopf steht und auch recherchiert wurde braucht es, bis ich ins Schreiben komme. Wenn ich dort erstmal angekommen bin, wenn ich wirklich schreibe, geht es recht gut. Und wenn ein Blogpost tatsächlich den Weg in ins Internet gefunden hat, freue ich mich sogar. Vielleicht muss ich mich an dieses Gefühl öfter erinnern. Oder ich versuche es mit einer deiner Methoden und mache eine Mindmap mit Farben. Oder ich beginne einfach zu schreiben…

Liebe Sarah, jetzt weißt du, warum ich manchmal etwas länger brauche. Danke für deine Geduld 🙂

13. Ein Blick ins Content Marketing

Liebe Sarah,

gespannt habe ich deinen Blog-Beitrag „Contentstrategie vs Contentmarketing“ gelesen. Denn auch ich musste für die Einführungslecture Content Marketing einen Beitrag verfassen. 

Da ich wenig Erfahrung mit Marketing habe, ist es für mich immer wieder interessant zu sehen, was es alles gibt.  Persönlich konnte ich in den letzten Jahren ein subjektives Gefühl der Ablehnung, Abneigung von aufdringlichen Marketingkampagnen, “Marktschreiern” beobachten. Speziell Anzeigen im Internet nehme ich oft gar nicht wahr. Im Zuge der Recherche habe ich entdeckt, dass es dafür sogar einen Begriff gibt: “Bannerblindheit”. Kennst du das auch? Deshalb finde ich aus aktueller sicht Content Marketing interessant, denn laut Definition vom Begründer Joe Pulizzi, steht der Inhalt klar im Vordergrund:

“Content Marketing is a strategic marketing approach focused on creating and distributing valuable, relevant, and constant content to attract and retain a clearly-defined audience – and, ultimately, to drive profitable customer action.”

Pulizzi, Joe: Epic Content Marketing: How to Tell a Different Story, Break through the Clutter, & Win More Customers by Marketing Less – datenschmutz.blog | Ritchie Pettauer

Klar definierten Usern werden also konkrete Lösungen und Hilfestellungen in Bezug auf bestimmte Probleme geboten. Dabei stehen die Anliegen der User klar im Vordergrund und nicht die Produkte.

Content-Marketing hat für unterschiedliche Bereiche aber eine unterschiedliche Bedeutung: 

  • aus SEO Perspektive dient es vor allem das Ranking zu in Suchmaschinen zu verbessern
  • für Public Relations liegt der Fokus auf Beziehungsaufbau mit der Öffentlichkeit
  • in Bezug auf Branding wird das Image der Marke gestärkt 
  • für E-Commerce Unternehmen geht es um das Verkaufen von Produkten

Content Marketing ist also nicht gleich Content Marketing.

red market sign

Bei meiner Recherche bin ich außerdem häufig auf die Begriffe Inbound Marketing und Marketing Automatisation gestoßen. Ich bin gespannt, ob wir im Zuge der Lehrveranstaltung mehr darüber erfahren und auch lernen, wie man Content Marketing erfolgreich umsetzt – vielleicht sogar automatisiert? Ist das wirklich möglich? Und wann sind wir als User auch damit gesättigt? 

Wie wir dann in der Lecture mit Heinz Wittenbrink gehört haben, gibt es wieder Tendenzen weg vom Content Marketing zu gehen. Klassisches Marketing wird zum Beispiel von Coca Cola wieder öfter eingesetzt .

Wie stehst du zu Marketing liebe Sarah?

Bis bald, Barbara

https://blog.hubspot.de/marketing/content-marketing-grundlagen

https://content-marketing.com/marketing-im-wandel-der-zeit/

12. Content Strategie vs. Content Marketing?

Liebe Barbara

Wie verläuft deine Projektarbeit? Ich werde deinen wertvollen Input bezüglich Buyer Persona in meine nächste Gruppenarbeit mitnehmen.

Eine Freundin von mir hat vor kurzem ihren Master in Online Media Marketing an der Donau Universität in Krems abgeschlossen. Wir unterhielten uns über die unterschiedlichen Perspektiven unserer beiden Studienrichtungen. Für sie war Content Strategie ein Teil von Content Marketing. ich wiederum sehe es andersherum und das liegt nicht nur an meinem Content Strategie Studium an der FH Joanneum in Graz.

Was sind die Unterschiede zwischen Content Marketing und Content Strategie?

Die Trennung dieser Begriffe erfolgt zum Teil willkürlich. Je nachdem aus welcher „Schule“ man kommt, setzt man unterschiedliche Definitionen.

Andreas Schülke geht in seinem Blogartikel: „Content-Marketing-Strategie oder Content-Marketing-Taktik?“ vor allem auf die Unterscheidung zwischen Strategie und Taktik ein. Er erklärt diese auch durch ihre Wortableitungen:

Strategie Taktik
Antwort auf Frage Was? Wer und Wie?
Griechische Bedeutung stratós: Armee, Ressourcen;
stratēgós: Feldherr;
stratēgía: Feldherrenkunst
taktiká: Kunst, ein Heer in Schlachtordnung zu stellen
Definition Übergeordneter Plan, der mehrere Taktiken umfassen kann Pläne, Aufgaben oder Prozeduren, die ausgeführt werden;
kann einer Strategie untergeordnet sein
Aufgabe planen machen
Perspektive breit eng
Zeit langfristig, zukunftsorientiert unmittelbar, kurzfristig
Im Wettbewerb schwer zu kopieren leicht zu kopieren
(Schülke, 2018)

Nach Schülke liegt der Kernunterscheidung zwischen Content Strategie und Content Marketing Taktik in der Durchführung: Während man in der Content Strategie einen übergeordneten Plan arbeitet, liegt der Schwerpunkt in der Content Marketing Taktik im Operativen. Somit umfasst der Begriff der Content Strategie den Begriff Content Marketing (Taktik).

Als Leiter einer Online Marketing Agentur definiert der Autor den Begriff Content Marketing sehr genau:

Content-Marketing ist eine Vermarktungstechnik, die auf der Erstellung und Verbreitung von Inhalten mit Mehrwert basiert (Information, Beratung oder Unterhaltung). Diese hochwertigen Inhalte sollen relevant für eine klar definierte Zielgruppe sein und dazu beitragen, neue Kunden zu gewinnen oder auf anderem Wege mehr Umsatz zu generieren.

(Schülke 2019)

Content Strategie steuert nach Kristina Halvorson die Erstellung, Bereitstellung und Verwaltung nützlicher, verwendbarer Inhalte (Halvorson, o.J.). Dabei können je nach Bedarf und Ressourcen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden.


Das überarbeit

Das Viereck ist eine überarbeitete Version von Halverson. Im Zentrum steht der Begriff Content Strategie, der von zwei Bereichen umgeben ist:

  • Content Design beschreibt, wie Daten genutzt werden, um Usern zielgruppengenau Content zu bieten.
    • Editorial bezieht sich auf die Abstimmung zwischen den Zielen, Zielgruppen und der „Tone of Voice“.
    • Experience setzt den User und seine Bedürfnisse in den Fokus.
  • System Design ist ein technisches System, das dabei unterstützt über lange Zeit hochwertigen Content zu erstellen und für den User attraktiv aufbereitet.
    • Die Stuktur trägt dazu bei, die richtigen Keywords zu verwenden, Inhalte übersichtlich zu präsentieren
    • Der Prozess umfasst unter anderem Content Produktion, Bereitstellung und Messung.

Zusammengefasst

Wenn man die zwei Definitionen von Content Marketing und Content Strategie gegenüberstellt, werden viele Gemeinsamkeiten deutlich. Die größte Unterscheidung ist die „Größe“ der Begriffe. Content Strategie umfasst den Begriff der „Governance“ – der Verwaltung. Content Strategie denkt in Kreisen, die sich optimieren. Content Marketing bezieht sich auf eine geradlinige Campaign.

Kennst du schon?

Viele Studienkolleginnen haben ihre Meinung zum Thema Content Marketing in Blogartikel publiziert:

Bibliografie

Halvorson, K. (o. J.). What is Content Strategy. Content Strategy. Abgerufen 13. Oktober 2020, von https://www.contentstrategy.com/what-is-content-strategy

Halvorson, K. (2018, April 26). New Thinking: Brain Traffic’s Content Strategy Quad – Brain Traffic. https://www.braintraffic.com/articles/new-thinking-brain-traffics-content-strategy-quad

Schülke, A. (2018, Januar 25). Content-Marketing-Strategie oder Content-Marketing-Taktik? Bloofusion Blog. https://blog.bloofusion.de/content-marketing-strategie-oder-content-marketing-taktik/

Schülke, A. (2019, Februar 5). Was ist Content Marketing? Bloofusion Blog. https://blog.bloofusion.de/was-ist-content-marketing/

11. Brauchst du das wirklich?

Liebe Sarah,
ja, die Zeit vergeht so schnell – die Hälfte ist wirklich schon vorbei! Unser Dialog hier ist auch für mich sehr wertvoll. Ich denke, dass das Gefühl der #studiensamkeit schon mit der Pandemie zusammenhängt und auch damit, dass so viele von uns nebenher arbeiten und einfach wenig Zeit haben. Ich bin meistens froh, alles unter einen Hut zu bringen und oft fehlt mir die Energie für neue Kontakte (nicht nur im Studium). Vielleicht ändert sich ja etwas im kommenden Jahr, denn ich bin nun in Bildungsteilzeit 🙂

Zur Zeit schreibe ich noch an der zweiten Projektarbeit. Ich versuche herauszufinden, wie und warum Menschen Lebensmittel kaufen, welche Informationen sie möchten und auf welche Aspekte sie Wert legen. Die Hypothese lautet, dass Menschen eher dazu neigen, in lokalen Geschäften regionale, fair und nachhalig produzierte Produkte kaufen, wenn sie genug über die Hintergründe der Lebensmittelproduktion wissen. Das Ziel dieser Projektarbeit ist eine Marktrecherche und die Identifikation von Buyer Personas.

Doch was muss man genau machen, um Buyer Personas zu identifizieren?

Wie Adele Revella in \"Buyer Personas\" schreibt, reichen nur demographische Profile von Kund*innen nicht aus. Storys und Faktoren, die Kaufentscheidungen der Kund*innen beeinflussen, geben mehr Einblicke in das Einkaufsverhalten. Deshalb ist es wichtig, dass eine Buyer Persona aus beiden Teilen besteht:

Ich bin gespannt, ob sich diese Vermutung am Ende meiner Projektarbeit in den Kaufentscheidungen der identifizierten Personas wiederspiegelt: Je mehr Menschen über die Hintergründe der Lebensmittelproduktion, Beschäftigungsverhältnisse und Transportwege wissen, desto eher kaufen sie regionale und fair produzierte Produkte - auch wenn sie dafür ein klein wenig mehr ausgeben müssen. Ich denke, es ist ein interessantes, aber auch sensibles Thema.

Das Ergebnis kannst du dann in meiner Projekarbeit nachlesen 😉 Mit welchem Thema hast du dich in deiner zweiten Projektarbeit befasst und wie ist es dir dabei ergangen?

Ich freue mich, dich und die anderen im Oktober wieder zu sehen:)

Bis bald, Barbara

9. Persönlichkeit gestalten

Liebe Sarah,

du hast mich in deinem letzten Blogartikel „THIS IS FOR EVERYONE“ gefragt, wie ich in Bezug auf die Aktualität einzelner Beiträge oder Seiten im Internet denke. Wenn ich auf der Suche nach Inspiration, Trends oder Ideen bin, finde ich es gut, wenn das Datum der Veröffentlichung angeführt ist. Ich weiß nicht, ob du Pinterest benutzt und ob dir aufgefallen ist, dass bei Pins kein Erscheinungsdatum mehr angezeigt wird? Vor allem zu Beginn hat mich das sehr irritiert, denn damals war es für mich wirklich wichtig, dass Pins zumindest aus demselben Jahr sind. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und finde es sogar ganz gut, dass man nicht weiß, in welchem Jahr die Pins hochgeladen wurden. So lasse ich mich vielleicht weniger von Trends leiten und sehe mögliche Ideen unabhängig von ihrer Aktualität.

Ich finde, wir sollten mal gemeinsam am responsiven Auftritt und der Accessibility unseres Blogs feilen.

Am besten im September, bevor unser Studium wieder beginnt. Was hältst du davon?

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Accessibility and Multiscreen Design habe ich den Talk von Val Head – Building More Expressive Products – An Event Apart 2018 angeschaut und werde hier darüber schreiben. Ich möchte gleich vorne weg eines los werden. Während des ganzes Talks von Val Head wartete ich darauf, wie sich ihre Tipps mit Accessibility vereinen lassen. Und weißt du was? Sie hat das Wort Accessibility nicht einmal erwähnt. In ihrem Talk gibt sie uns viele Tipps, wie wir digitale Produkte und Dienstleistungen persönlicher und aussagekräftiger gestalten können, schließt aber einen Teil der Bevölkerung aus. I missed this!

Nichtsdestotrotz möchte ich dir über folgende Prinzipien schreiben:

  • Eine Persönlichkeit kreieren und mit dem User agieren
  • Die Persönlichkeit mit Bewegung (Motion) ausdrücken
  • Die Persönlichkeit mit Ton (Sound) ausdrücken

Eine Persönlichkeit kreieren

Ein Produkt, oder eine Dienstleistung braucht eine Persönlichkeit, um mit dem User zu interagieren. Wie aber findet man die richtige Persönlichkeit? Dazu können folgende Fragen helfen:

  • Wie kann die Persönlichkeit dem User helfen etwas zu erreichen?
  • Wie ist ihr Gemüt und ihre Stimmung?
  • Wie ist ihre Wissenslage? Ist sie schlauer als der User?

Um dieser Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen, gibt es viele Möglichkeiten: Typographie, Schreibstil, Farben, Layout, Motion und Sound

Jeder dieser Aspekte kann die Persönlichkeit mit Eigenschaften und Werten, die auf den User wirken, unterstreichen. Da die ersten vier genannten häufig im Fokus stehen, spricht Val Head in ihrem Talk nur über Motion und Sound.

Die Persönlichkeit mit Bewegung ausdrücken

Die Art der Bewegung ist maßgeblich daran beteiligt, wie sie bei uns ankommt und was sie bei uns bewirkt:

  • Ruhige, weiche und beruhigende Animationen: sanftes einblenden und gleiten wie es calm.com verwendet
  • Sichere, stabile und starke Animationen: klare, direkte Bewegungen, gerade Linien, symmetrisches Erscheinen. Keine Unschärfen, Sprünge oder schnelles Überblenden.
  • Lebendige, energiegeladene, freundliche Animationen – diese Wörter werden häufiger verwendet, um Bewegung zu assoziieren. Verwendung: schwingende, überschwingende und sanft springende Bewegungen. Die Animationen in Slack sind hierfür ein gutes Beispiel:
  • Spielerische, lustige und unbeschwerte Animationen: Elastische, pringende Bewegungen mit Effekten (Bounces, Elastic, Shape Morphs, Squash und Stretch)

easings.net und greensock.com sind Bibliotheken für Animationen und ein guter Start, wenn du mal was ausprobieren möchtest.

Die Persönlichkeit mit Sound ausdrücken

Val Head erwähnt, dass wir weniger Ton verwenden, je größer unser Display ist. Ist dir das schon mal aufgefallen? Im Allgemein wird Sound auf mobilen Endgeräten eher akzeptiert und angenommen. Für viele User kann Sound nervend sein, vor allem wenn:

  • die Situation nicht angemessen ist
  • wenn er zur falschen Zeit abgespielt wird
  • wenn er zu laut ist
  • wenn der User ihn nicht kontrollieren kann

Es gibt aber gute Möglichkeiten, Sound geeignet einzusetzen und zu gestalten um die Aussagekräftigkeit der Persönlichkeit zu unterstreichen. Dazu solltest du diese Punkte beachten:

  • Eine kurze Dauer (unter 400 ms)
  • Für positives Feedback: aufsteigendem Intervall enden
  • Für negatives Feedback: in absteigendem Intervall enden
  • Den Usern die Kontrolle zu Stoppen oder Anpassen geben

Hast du schon mal „Earcon“ gehört? Das ist ein Icon für unser Ohr und erhöht die Wiedererkennung. Auch zum Unterscheiden von Brands kann Sound sehr hilfreich sein: zum Beispiel, wenn die Waschmaschine singt, wenn sie fertig ist, wenn du eine Nachricht auf deinem Smartphone bekommst, oder wenn du an ein Meeting erinnerst wirst.

Sinnvoll und unterstützend ist Sound auh dann, wenn der User etwas fertig oder richtig gemacht hat, als Feedback zum Beispiel. Sound kann auch helfen, sich im virtuellen Raum zurechtzufinden: Zum Beispiel, wenn du auf ein Bild klickst und es sich vergrößert: Sound kann dir das räumliche Gefühl, dass das Bild näher kommt, vermitteln.

In Bezug auf Accessibility müssen wir uns in dieser Hinsicht wohl selbst an der Nase nehmen, um auch Personen mit Einschränkungen einen Zugang zu aussagekräftigen Produkten zu gewähren. Das ist vor allem bei Animationen allerdings wirklich schwierig.

Auf aneventapart.com kannst du den ganzen Talk nachschauen 🙂