20. Und schon wieder fast vorbei

Hey Sarah, 

bald ist es schon wieder vorbei – unser vorletztes Semester! Wie geht es dir? Bist du bei deiner Feasibility Studie schon gut vorangekommen?

Für mein Projekt war der eigentliche Plan, eine Customer Journey zu analysieren. Im Zuge der Recherche habe ich aber herausgefunden, dass das Angebot für die Journey noch zu wenig bekannt und ausgefeilt ist. Deshalb musste ich einen Schritt zurück machen und am Angebot und der Plattform feilen. Im Moment bin ich noch am analysieren von qualitativen Interviews. Denn der Schritt zurück bedeutet in diesem Fall auch herauszufinden, was Menschen eigentlich brauchen, was sie sich vorstellen können und wünschen, wenn es ums nachhaltige Online-Einkaufen von Lebensmitteln geht. 

Ich habe mich für Semi-Structured Interviews entschieden. Falls dich der Unterschied zwischen structured, semi-structured und unstructured Interviews interessiert, kann ich dir dieses kurze Erklärvideo von the NNGroup empfehlen:

 

Das, was mir für die Feasibility noch fehlt, ist eine Marktanaylse der Grazer Bevölkerung, um herauszufinden, ob es überhaupt genug interessierte Menschen gibt. Ich bin da schon neugierig… 

 

Außerdem habe ich mal Zeit gefunden und Blogbeiträge von uns Cos19ies gelesen 🙂 Deine kenne ich ja 🙂 

Beim Durchlesen bzw Hören erinnerte ich mich wieder an die Anfänge dieses Semesters und auch an die der vorangegangenen. Manches scheint so lange her zu sein und anderes, als wäre es gestern gewesen … 

… ein Blogpost von Linda über Buyer Personas erinnert mich an die Personas, die ich im Zuge der empirischen Projektarbeit erstellt habe und die mich eine ganze Zeit lang begleited haben.

Julia schreibt in einem ihren letzten Beiträge über ein Motivationstief am Ende des dritten Semesters – da hab ich mich auch wieder gefunden. 

… vom Podcast von Karo und Paul habe ich ein paar Episoden angehört und musste mehrmals mehrfach schmunzeln. Das Insider-Wissen, das die beiden teilen ist allerdings nicht nur lustig. 

… Kerstin gibt auf ihrem Blog mutvoll wie immer ganz ruhig und gelassen Tipps. Zum Beispiel, wie man das Vertrauen der Kund*innen gewinnt und behält. Oder wie man die DNA einer Brand gut definiert. Das sind nicht nur für diese Zeit wertvolle Tipps 🙂

Es gäbe noch so viel mehr zu lesen und lernen von all den Cos19ies 🙂 

Ich hoffe, es geht dir gut, liebe Sarah! Bis morgen und viele Grüße aus Graz <3

19. Menschlichkeit im Community Management

Liebe Sarah,

du hast mich in deinem letzten Artikel gefragt, was ich über Facebookgruppen denke. Ich bin da nicht so aktiv, aber manche finde dennoch hilfreich, manche interessant und informativ. Vor allem wenn es um spezielle Themen geht und Wissen und Tipps ausgetauscht und zur Verfügung gestellt werden. 

Hast du schon mal nachgedacht, wie wir uns trotz Lockdown und Homeoffice dennoch auf eine Art und Weise verbunden und nicht alleine fühlen können? Für mich fühlt es sich manchmal so an, als würden wir gemeinsam ein halbwegs sicheres Netz spinnen. So sind wir virtuell miteinander verbunden, können uns auf dieses Netz verlassen, in Sekundenschnelle mit Freunden per Video austauschen, Inhalte teilen und kommentieren. Wir alle sind Teil von Commuities, zur Zeit mehr online als offline, aber das verbindet uns.

 

Ein Artikel auf cmxhub.com hat mich neugierig gemacht: es ist ein veröffentlichtes Interview mit dem Community Professional of the year 2020, Paras Pundir. Ehrlich gesagt war ich überrascht, dass es dafür einen Award gibt und ebenso, dass der Community Professional of the year aus Indien kommt und auch darüber welche Ratschläge er gibt.

Wie entsteht eine Community und was hält sie zusammen? Wie auch bei erfolgreichen Unternehmen geht es auch in einer erfolgreichen Community um das „WHY“. Menschen kommen zusammen, haben die gleichen Interessen oder wollen etwas verändern oder lernen. Und es geht um ehrliche und aufrichtige Verbindungen: 

„A strong community begins with genuine connections. These authentic links are crucial to building an engaged community, online or offline.“ sagt Paras.

 

Als ein guter Community Builder muss man demnach vor allem „echt sein“ und braucht das Vertrauen der einzelnen Mitglieder sowie der Community als Einheit. Ehrlichkeit (auch sich selbst gegenüber), das Interesse Probleme zu lösen und Empathie gehören zu den Grundsätzen eines Community Proffessionals. Ja, mir ist aufgefallen, dass es in meinen letzten Artikeln häufig um Empathie gegangen ist – ein Zufall für die Zeit in der wir leben und sich vieles virtuell abspielt?

Impact ist das, was Paras jeden Tag antreibt. Denn als Community builder steht er in der ersten Reihe und kann auf Menschen wirken und sie zu etwas befähigen, motivieren und Vorbild sein. Und so entsteht Veränderung. 

„If you are true to the cause that you’re building this community for, you will eventually want to connect with members. You will want to talk to them.“

Da ist es wieder, das „WHY“.

Quelle: https://cmxhub.com/a-conversation-with-paras-pundir-community-professional-of-the-year-2020/Wi

 

17. Ein Kauf, eine Reise

Liebe Sarah,

hast du dich schon mal mit Customer Journeys beschäftigt?  Ich möchte die Feasibilty Studie dazu nutzen und tiefer in das Thema eintauchen. Denn ich möchte herauszufinden, wo Lücken in den Online Einkaufsmöglichkeiten von das Gramm sind. Was fehlt Kund:innen? Gibt es Pain Points? Was brauchen Kund:innen, um bewusst und nachhaltig zu konsumieren? Ich denke, dass Aufklärung und Bewusstseinsbildung entlang der Customer Journey Steps dafür wesentlich ist. Aber stimmt das wirklich? 

Vera Brannen von usablebrands hat in ihrem Workshop erzählt, dass die Darstellung dieser Journeys diese Vorteile mit sich bringt:

  • Man kann sich besser in die Kund:innen hineinfühlen: sie schaffen Empathie
  • Visualisierte Customer Journeys ermögliche es, das Big Picture zu sehen
  • Content-Silos werden erkannt
  • Neue Chancen könnten erkannt, Probleme behoben und Steps verbessert werden
  • Werte können kommuniziert werden

Empathie für Kund:innen ist ein Vorteil von der Erbarbeitung von Customer Journeys

Für die Datengewinnung möchte ich qualitative Interviews mit Kund:innen aber auch zufällig gewählten Personen führen und mit Daten aus Webanalysetools arbeiten. Die bereits vorhandenen Personas werden dadurch erweitert/verbessert. Für jede Persona soll eine  Customer Journeys entstehen, die anschließend visualiert werden. Irene Michl schreibt in Think Content, dass in einer Studie von Econsultancy 83% der Befragten angaben, dass die Darstellung der Customer Journey dabei hilft, Schwachstellen zu identifizieren. Das gesamte Kundenerlebnis wird durch die Darstellung besser verstanden und kann verbessert werden. Sollte durch die qulitativen Interviews auch ersichtlich werden, dass Bewusstseinsbildung ein entscheidendes Kaufkriterium ist (oder vl auch vom Kauf abhält, da bereits vorhanden), können die unterschiedlichen Journey Steps mit Informationen gestaltet werden. 

Wie wir auch bei Doris Eichmeier gehört haben, gestalten sich Kund:innen ihre Journeys selbst. Sei es über die Website, Social Media oder durchs Vorbeispazieren an Geschäften – durch unterschiedliche Touchpoints betreten sie quasi die Online-Verkaufsfläche. Auch Content nach einem Kauf ist wichtig, damit Kund:innen an das Unternehmen gebunden werden und wiederkommen. Als Tool hat sie uns das Content Sonnensystem mit den fünf Kernbereichen erklärt:

Content-Sonnensystem

Content Sonnensystem von Doris Eichmeier

Irene Michl empfiehlt in ihrem Buch „Think Content“, die Customer Journey in drei Bereiche zu gliedern: 
1. vor dem Kauf
2. während dem Kauf
3. nach dem Kauf

Vor allem aber zählt, wie sich Kund:innen bei diesen einzelnen Steps fühlen.

Wie sich Kund:innen bei den einzelnen Journey Steps fühlen ist wesentlich bei der Recherche

Falls du auf der Suche nach praktischen Tipps bist, empfehle ich dir dieses Video von Adobe: How to map a real customer journe

Und Sarah, wir haben ja im Studium schon öfter mit den verschiedenen Vorlagen von miro gearbeitet. Du hast sicher schon gesehen, dass es da auch praktische Vorlagen für das Erstellen von Customer Journeys gibt!
Achja: Happy new year! Hoffentlich sehen wir uns in 2021 alle wieder.

16. Reflection in Action

Liebe Sarah,

deine Schreibreflexion über deine doch überlegte und strukturierte Arbeitsweise beim Erstellen von Blogposts beeindruckt mich. Vielleicht sollte ich eine dieser Methoden mal anwenden, denn wie du merkst, dauert es bei mir meist länger, bis ein neuer Beitrag online ist. Warum? Darüber schreibe ich in diesem Blogpost.

Schreiben ist für mich mit Hindernissen verbunden. Der Prozess läuft meistens so ab: Ich überlege, über was ich schreiben kann und versuche daraus auch einen Nutzen zu ziehen – für die Arbeit oder unser Studium. Ein Thema, eine Idee, habe ich recht schnell im Kopf. Mir ist es wichtig, dass ich daran interessiert bin. Denn dann möchte ich recherchieren, neue Erkentnisse und Zusammenhänge finden. Und vor allem darüber nachdenken. Aber eigentlich nicht darüber schreiben. 

Warum? Es gibt so viele Informationen im Internet aber auch in Magazinen und Büchern. Warum soll auch ich meinen Gedanken als Studierende freien Lauf lassen? Ich denke, dass ich weder genug Erfahrung noch ausreichend theoretisches Wissen habe, um meine Meinung zu veröffentlichen. Im Internet, offen zugänglich.

Vielleicht ist das eine Sache der Persönlichkeit. Oder ich vermeide die Arbeit. Denn hinter einem gut recherchierten und gut geschriebenen Beitrag steckt viel davon. Und es dauert. Das ist das nächste Hinderniss: Der Mangel an Zeit. Ein Blogpost braucht Zeit:

  • zum Recherchieren
  • zum Sortieren und Strukturieren
  • zum Ausdenken von Geschichten
  • zum Schreiben
  • zum Veröffentlichen

Und dann gibt es da noch die Ablenkung, die vor allem beim Recherchieren im Internet ein Hinderniss sein kann. Kennst du das? Du liest einen spannenden Beitrag und hast auch schon weitere in Aritkel in Tabs geöffnet. Doch irgendeine Notification poppt auf. Du möchtest nur kurz schauen und erkennst erst nach einiger Zeit, dass du noch immer nur kurz schaust. Auf irgendetwas anderes. Die Nachricht hast du längst vergessen. 

Manchmal komme ich in den Flow. Der braucht aber Anlauf, oder Sprungkraft und muss so manchen Schranken überwinden. Oder nennen wir es: das nächste Hinderniss. Das leere weiße Blatt Papier, das du auch kennst. In dieser Phase, nachdem die Idee für ok genug befunden wurde, die Struktur im Kopf steht und auch recherchiert wurde braucht es, bis ich ins Schreiben komme. Wenn ich dort erstmal angekommen bin, wenn ich wirklich schreibe, geht es recht gut. Und wenn ein Blogpost tatsächlich den Weg in ins Internet gefunden hat, freue ich mich sogar. Vielleicht muss ich mich an dieses Gefühl öfter erinnern. Oder ich versuche es mit einer deiner Methoden und mache eine Mindmap mit Farben. Oder ich beginne einfach zu schreiben…

Liebe Sarah, jetzt weißt du, warum ich manchmal etwas länger brauche. Danke für deine Geduld 🙂

13. Ein Blick ins Content Marketing

Liebe Sarah,

gespannt habe ich deinen Blog-Beitrag „Contentstrategie vs Contentmarketing“ gelesen. Denn auch ich musste für die Einführungslecture Content Marketing einen Beitrag verfassen. 

Da ich wenig Erfahrung mit Marketing habe, ist es für mich immer wieder interessant zu sehen, was es alles gibt.  Persönlich konnte ich in den letzten Jahren ein subjektives Gefühl der Ablehnung, Abneigung von aufdringlichen Marketingkampagnen, “Marktschreiern” beobachten. Speziell Anzeigen im Internet nehme ich oft gar nicht wahr. Im Zuge der Recherche habe ich entdeckt, dass es dafür sogar einen Begriff gibt: “Bannerblindheit”. Kennst du das auch? Deshalb finde ich aus aktueller sicht Content Marketing interessant, denn laut Definition vom Begründer Joe Pulizzi, steht der Inhalt klar im Vordergrund:

“Content Marketing is a strategic marketing approach focused on creating and distributing valuable, relevant, and constant content to attract and retain a clearly-defined audience – and, ultimately, to drive profitable customer action.”

Pulizzi, Joe: Epic Content Marketing: How to Tell a Different Story, Break through the Clutter, & Win More Customers by Marketing Less – datenschmutz.blog | Ritchie Pettauer

Klar definierten Usern werden also konkrete Lösungen und Hilfestellungen in Bezug auf bestimmte Probleme geboten. Dabei stehen die Anliegen der User klar im Vordergrund und nicht die Produkte.

Content-Marketing hat für unterschiedliche Bereiche aber eine unterschiedliche Bedeutung: 

  • aus SEO Perspektive dient es vor allem das Ranking zu in Suchmaschinen zu verbessern
  • für Public Relations liegt der Fokus auf Beziehungsaufbau mit der Öffentlichkeit
  • in Bezug auf Branding wird das Image der Marke gestärkt 
  • für E-Commerce Unternehmen geht es um das Verkaufen von Produkten

Content Marketing ist also nicht gleich Content Marketing.

red market sign

Bei meiner Recherche bin ich außerdem häufig auf die Begriffe Inbound Marketing und Marketing Automatisation gestoßen. Ich bin gespannt, ob wir im Zuge der Lehrveranstaltung mehr darüber erfahren und auch lernen, wie man Content Marketing erfolgreich umsetzt – vielleicht sogar automatisiert? Ist das wirklich möglich? Und wann sind wir als User auch damit gesättigt? 

Wie wir dann in der Lecture mit Heinz Wittenbrink gehört haben, gibt es wieder Tendenzen weg vom Content Marketing zu gehen. Klassisches Marketing wird zum Beispiel von Coca Cola wieder öfter eingesetzt .

Wie stehst du zu Marketing liebe Sarah?

Bis bald, Barbara

https://blog.hubspot.de/marketing/content-marketing-grundlagen

https://content-marketing.com/marketing-im-wandel-der-zeit/

12. Content Strategie vs. Content Marketing?

Liebe Barbara

Wie verläuft deine Projektarbeit? Ich werde deinen wertvollen Input bezüglich Buyer Persona in meine nächste Gruppenarbeit mitnehmen.

Eine Freundin von mir hat vor kurzem ihren Master in Online Media Marketing an der Donau Universität in Krems abgeschlossen. Wir unterhielten uns über die unterschiedlichen Perspektiven unserer beiden Studienrichtungen. Für sie war Content Strategie ein Teil von Content Marketing. ich wiederum sehe es andersherum und das liegt nicht nur an meinem Content Strategie Studium an der FH Joanneum in Graz.

Was sind die Unterschiede zwischen Content Marketing und Content Strategie?

Die Trennung dieser Begriffe erfolgt zum Teil willkürlich. Je nachdem aus welcher „Schule“ man kommt, setzt man unterschiedliche Definitionen.

Andreas Schülke geht in seinem Blogartikel: „Content-Marketing-Strategie oder Content-Marketing-Taktik?“ vor allem auf die Unterscheidung zwischen Strategie und Taktik ein. Er erklärt diese auch durch ihre Wortableitungen:

Strategie Taktik
Antwort auf Frage Was? Wer und Wie?
Griechische Bedeutung stratós: Armee, Ressourcen;
stratēgós: Feldherr;
stratēgía: Feldherrenkunst
taktiká: Kunst, ein Heer in Schlachtordnung zu stellen
Definition Übergeordneter Plan, der mehrere Taktiken umfassen kann Pläne, Aufgaben oder Prozeduren, die ausgeführt werden;
kann einer Strategie untergeordnet sein
Aufgabe planen machen
Perspektive breit eng
Zeit langfristig, zukunftsorientiert unmittelbar, kurzfristig
Im Wettbewerb schwer zu kopieren leicht zu kopieren
(Schülke, 2018)

Nach Schülke liegt der Kernunterscheidung zwischen Content Strategie und Content Marketing Taktik in der Durchführung: Während man in der Content Strategie einen übergeordneten Plan arbeitet, liegt der Schwerpunkt in der Content Marketing Taktik im Operativen. Somit umfasst der Begriff der Content Strategie den Begriff Content Marketing (Taktik).

Als Leiter einer Online Marketing Agentur definiert der Autor den Begriff Content Marketing sehr genau:

Content-Marketing ist eine Vermarktungstechnik, die auf der Erstellung und Verbreitung von Inhalten mit Mehrwert basiert (Information, Beratung oder Unterhaltung). Diese hochwertigen Inhalte sollen relevant für eine klar definierte Zielgruppe sein und dazu beitragen, neue Kunden zu gewinnen oder auf anderem Wege mehr Umsatz zu generieren.

(Schülke 2019)

Content Strategie steuert nach Kristina Halvorson die Erstellung, Bereitstellung und Verwaltung nützlicher, verwendbarer Inhalte (Halvorson, o.J.). Dabei können je nach Bedarf und Ressourcen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden.


Das überarbeit

Das Viereck ist eine überarbeitete Version von Halverson. Im Zentrum steht der Begriff Content Strategie, der von zwei Bereichen umgeben ist:

  • Content Design beschreibt, wie Daten genutzt werden, um Usern zielgruppengenau Content zu bieten.
    • Editorial bezieht sich auf die Abstimmung zwischen den Zielen, Zielgruppen und der „Tone of Voice“.
    • Experience setzt den User und seine Bedürfnisse in den Fokus.
  • System Design ist ein technisches System, das dabei unterstützt über lange Zeit hochwertigen Content zu erstellen und für den User attraktiv aufbereitet.
    • Die Stuktur trägt dazu bei, die richtigen Keywords zu verwenden, Inhalte übersichtlich zu präsentieren
    • Der Prozess umfasst unter anderem Content Produktion, Bereitstellung und Messung.

Zusammengefasst

Wenn man die zwei Definitionen von Content Marketing und Content Strategie gegenüberstellt, werden viele Gemeinsamkeiten deutlich. Die größte Unterscheidung ist die „Größe“ der Begriffe. Content Strategie umfasst den Begriff der „Governance“ – der Verwaltung. Content Strategie denkt in Kreisen, die sich optimieren. Content Marketing bezieht sich auf eine geradlinige Campaign.

Kennst du schon?

Viele Studienkolleginnen haben ihre Meinung zum Thema Content Marketing in Blogartikel publiziert:

Bibliografie

Halvorson, K. (o. J.). What is Content Strategy. Content Strategy. Abgerufen 13. Oktober 2020, von https://www.contentstrategy.com/what-is-content-strategy

Halvorson, K. (2018, April 26). New Thinking: Brain Traffic’s Content Strategy Quad – Brain Traffic. https://www.braintraffic.com/articles/new-thinking-brain-traffics-content-strategy-quad

Schülke, A. (2018, Januar 25). Content-Marketing-Strategie oder Content-Marketing-Taktik? Bloofusion Blog. https://blog.bloofusion.de/content-marketing-strategie-oder-content-marketing-taktik/

Schülke, A. (2019, Februar 5). Was ist Content Marketing? Bloofusion Blog. https://blog.bloofusion.de/was-ist-content-marketing/

11. Brauchst du das wirklich?

Liebe Sarah,
ja, die Zeit vergeht so schnell – die Hälfte ist wirklich schon vorbei! Unser Dialog hier ist auch für mich sehr wertvoll. Ich denke, dass das Gefühl der #studiensamkeit schon mit der Pandemie zusammenhängt und auch damit, dass so viele von uns nebenher arbeiten und einfach wenig Zeit haben. Ich bin meistens froh, alles unter einen Hut zu bringen und oft fehlt mir die Energie für neue Kontakte (nicht nur im Studium). Vielleicht ändert sich ja etwas im kommenden Jahr, denn ich bin nun in Bildungsteilzeit 🙂

Zur Zeit schreibe ich noch an der zweiten Projektarbeit. Ich versuche herauszufinden, wie und warum Menschen Lebensmittel kaufen, welche Informationen sie möchten und auf welche Aspekte sie Wert legen. Die Hypothese lautet, dass Menschen eher dazu neigen, in lokalen Geschäften regionale, fair und nachhalig produzierte Produkte kaufen, wenn sie genug über die Hintergründe der Lebensmittelproduktion wissen. Das Ziel dieser Projektarbeit ist eine Marktrecherche und die Identifikation von Buyer Personas.

Doch was muss man genau machen, um Buyer Personas zu identifizieren?

Wie Adele Revella in \"Buyer Personas\" schreibt, reichen nur demographische Profile von Kund*innen nicht aus. Storys und Faktoren, die Kaufentscheidungen der Kund*innen beeinflussen, geben mehr Einblicke in das Einkaufsverhalten. Deshalb ist es wichtig, dass eine Buyer Persona aus beiden Teilen besteht:

Ich bin gespannt, ob sich diese Vermutung am Ende meiner Projektarbeit in den Kaufentscheidungen der identifizierten Personas wiederspiegelt: Je mehr Menschen über die Hintergründe der Lebensmittelproduktion, Beschäftigungsverhältnisse und Transportwege wissen, desto eher kaufen sie regionale und fair produzierte Produkte - auch wenn sie dafür ein klein wenig mehr ausgeben müssen. Ich denke, es ist ein interessantes, aber auch sensibles Thema.

Das Ergebnis kannst du dann in meiner Projekarbeit nachlesen 😉 Mit welchem Thema hast du dich in deiner zweiten Projektarbeit befasst und wie ist es dir dabei ergangen?

Ich freue mich, dich und die anderen im Oktober wieder zu sehen:)

Bis bald, Barbara

9. Persönlichkeit gestalten

Liebe Sarah,

du hast mich in deinem letzten Blogartikel „THIS IS FOR EVERYONE“ gefragt, wie ich in Bezug auf die Aktualität einzelner Beiträge oder Seiten im Internet denke. Wenn ich auf der Suche nach Inspiration, Trends oder Ideen bin, finde ich es gut, wenn das Datum der Veröffentlichung angeführt ist. Ich weiß nicht, ob du Pinterest benutzt und ob dir aufgefallen ist, dass bei Pins kein Erscheinungsdatum mehr angezeigt wird? Vor allem zu Beginn hat mich das sehr irritiert, denn damals war es für mich wirklich wichtig, dass Pins zumindest aus demselben Jahr sind. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und finde es sogar ganz gut, dass man nicht weiß, in welchem Jahr die Pins hochgeladen wurden. So lasse ich mich vielleicht weniger von Trends leiten und sehe mögliche Ideen unabhängig von ihrer Aktualität.

Ich finde, wir sollten mal gemeinsam am responsiven Auftritt und der Accessibility unseres Blogs feilen.

Am besten im September, bevor unser Studium wieder beginnt. Was hältst du davon?

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Accessibility and Multiscreen Design habe ich den Talk von Val Head – Building More Expressive Products – An Event Apart 2018 angeschaut und werde hier darüber schreiben. Ich möchte gleich vorne weg eines los werden. Während des ganzes Talks von Val Head wartete ich darauf, wie sich ihre Tipps mit Accessibility vereinen lassen. Und weißt du was? Sie hat das Wort Accessibility nicht einmal erwähnt. In ihrem Talk gibt sie uns viele Tipps, wie wir digitale Produkte und Dienstleistungen persönlicher und aussagekräftiger gestalten können, schließt aber einen Teil der Bevölkerung aus. I missed this!

Nichtsdestotrotz möchte ich dir über folgende Prinzipien schreiben:

  • Eine Persönlichkeit kreieren und mit dem User agieren
  • Die Persönlichkeit mit Bewegung (Motion) ausdrücken
  • Die Persönlichkeit mit Ton (Sound) ausdrücken

Eine Persönlichkeit kreieren

Ein Produkt, oder eine Dienstleistung braucht eine Persönlichkeit, um mit dem User zu interagieren. Wie aber findet man die richtige Persönlichkeit? Dazu können folgende Fragen helfen:

  • Wie kann die Persönlichkeit dem User helfen etwas zu erreichen?
  • Wie ist ihr Gemüt und ihre Stimmung?
  • Wie ist ihre Wissenslage? Ist sie schlauer als der User?

Um dieser Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen, gibt es viele Möglichkeiten: Typographie, Schreibstil, Farben, Layout, Motion und Sound

Jeder dieser Aspekte kann die Persönlichkeit mit Eigenschaften und Werten, die auf den User wirken, unterstreichen. Da die ersten vier genannten häufig im Fokus stehen, spricht Val Head in ihrem Talk nur über Motion und Sound.

Die Persönlichkeit mit Bewegung ausdrücken

Die Art der Bewegung ist maßgeblich daran beteiligt, wie sie bei uns ankommt und was sie bei uns bewirkt:

  • Ruhige, weiche und beruhigende Animationen: sanftes einblenden und gleiten wie es calm.com verwendet
  • Sichere, stabile und starke Animationen: klare, direkte Bewegungen, gerade Linien, symmetrisches Erscheinen. Keine Unschärfen, Sprünge oder schnelles Überblenden.
  • Lebendige, energiegeladene, freundliche Animationen – diese Wörter werden häufiger verwendet, um Bewegung zu assoziieren. Verwendung: schwingende, überschwingende und sanft springende Bewegungen. Die Animationen in Slack sind hierfür ein gutes Beispiel:
  • Spielerische, lustige und unbeschwerte Animationen: Elastische, pringende Bewegungen mit Effekten (Bounces, Elastic, Shape Morphs, Squash und Stretch)

easings.net und greensock.com sind Bibliotheken für Animationen und ein guter Start, wenn du mal was ausprobieren möchtest.

Die Persönlichkeit mit Sound ausdrücken

Val Head erwähnt, dass wir weniger Ton verwenden, je größer unser Display ist. Ist dir das schon mal aufgefallen? Im Allgemein wird Sound auf mobilen Endgeräten eher akzeptiert und angenommen. Für viele User kann Sound nervend sein, vor allem wenn:

  • die Situation nicht angemessen ist
  • wenn er zur falschen Zeit abgespielt wird
  • wenn er zu laut ist
  • wenn der User ihn nicht kontrollieren kann

Es gibt aber gute Möglichkeiten, Sound geeignet einzusetzen und zu gestalten um die Aussagekräftigkeit der Persönlichkeit zu unterstreichen. Dazu solltest du diese Punkte beachten:

  • Eine kurze Dauer (unter 400 ms)
  • Für positives Feedback: aufsteigendem Intervall enden
  • Für negatives Feedback: in absteigendem Intervall enden
  • Den Usern die Kontrolle zu Stoppen oder Anpassen geben

Hast du schon mal „Earcon“ gehört? Das ist ein Icon für unser Ohr und erhöht die Wiedererkennung. Auch zum Unterscheiden von Brands kann Sound sehr hilfreich sein: zum Beispiel, wenn die Waschmaschine singt, wenn sie fertig ist, wenn du eine Nachricht auf deinem Smartphone bekommst, oder wenn du an ein Meeting erinnerst wirst.

Sinnvoll und unterstützend ist Sound auh dann, wenn der User etwas fertig oder richtig gemacht hat, als Feedback zum Beispiel. Sound kann auch helfen, sich im virtuellen Raum zurechtzufinden: Zum Beispiel, wenn du auf ein Bild klickst und es sich vergrößert: Sound kann dir das räumliche Gefühl, dass das Bild näher kommt, vermitteln.

In Bezug auf Accessibility müssen wir uns in dieser Hinsicht wohl selbst an der Nase nehmen, um auch Personen mit Einschränkungen einen Zugang zu aussagekräftigen Produkten zu gewähren. Das ist vor allem bei Animationen allerdings wirklich schwierig.

Auf aneventapart.com kannst du den ganzen Talk nachschauen 🙂

7. Sprichst du Computer?

Liebe Barbara

In meinem letzten Beitrag Unsere Sprache – Abbildung unserer Realität? schreibe ich darüber, wie unser Sprachsystem unsere Realität beeinflusst. Spricht man mehrere Sprachen, erweitert man sprichwörtlich seinen Horizont und nimmt seine Wahrnehmung anders wahr. Die Wissenschaftlerin Miranda Fricker hat zum Beispiel untersucht, welche Folgen nicht benannte Missstände haben. Sexuelle Belästigung existierte 1960 in den USA nicht. Im Gegenteil die ungewollte Annäherung wurde seitens der Täter als Flirt oder Kompliment aufgefasst. Die belästigte Angestellte konnte nichts unternehmen, um sich zu schützen. Das Problem wurde nicht verstanden. Unsere Realität wird von Sprache erschaffen und geformt. Das gilt nicht nur für unsere reale Umgebung, sondern auch für den digitalen Raum – wenn nicht sogar viel mehr!

Programmiersprachen kreieren buchstäblich unsere digitale Welt.

Auf Wikipedia sind insgesamt 359 unterschiedliche Programmiersprachen gelistet. Wie viele Menschen auf der Welt verstehen zumindest eine dieser Computersprachen? Wie viele können sie aktiv benutzen, um zu programmieren?

Wenn man sich einen typischen Programmierer vorstellt, dann hat man einen weißen Mann vor Augen, einen Nerd im Kapuzenpulli, scheu und ungeschickt in sozialen, menschlichen Interaktionen.

Die Tech-Branche ist männlich dominiert. Der Anteil weiblicher IT-Fachkräfte liegt bei Apple bei 23 Prozent, bei Google bei 20 und bei Facebook sowie Amazon sind es jeweils 19 Prozent – auf den Führungsebenen findet man fast gar keine Frauen.

Quelle: faz.net/sie-schaffen-das

Was für Auswirkungen hat Brotopia?

Unsere Zukunft wird von einem kleinen, elitären, homogenen Männer-Club bestimmt. Autorin und TV-Journalistin Emilia Chang hat diesem Club als Brotopia genannt und ihre Erfahrung damit in ihrem Buch zusammengefasst. Das einseitige Denken und Programmieren einer homogenen Gruppe kann weitreichende Folgen für die Gesamtbevölkerung haben. Als Beispiel verweise ich auf einen TedTalk von Joy Buolamwini. Sie berichtet von ihrer Erfahrung, als sie feststellen musste, dass eine Software ihr Gesicht nicht erkennen konnte:

Obwohl der TedTalk im November 2016 stattgefunden hat, hat sich das Problem nicht verringert. In der Literatur wird diese Form von Diskriminierung als Algorithmische Voreingenommenheit (aus dem Englischen Algorithmic Bias) bezeichnet. Es gibt noch zahlreiche, weitere Beispiele – hier noch weitere zwei:

Wenn in Google Translate spezifische Berufe einem spezifischen Geschlecht zuordnen – das gilt insbesondere für Sprachen ohne grammatikalischem Geschlecht wie Türkisch, Finnisch, Swahili, Usbekisch, Armenhisch zum Beispiel.
Wenn Spracherkennungssysteme nur einen bestimmten Akzent verstehen.

Diskriminierung im Algorithmus

Künstliche Intelligenz ist von Voreingenommenheit betroffen. Die Automatisierung beziehungsweise der Lernprozess eines Computers basiert auf Daten. Der Computer versucht in den Daten Muster und logische Verbindungen zu erkennen, um daraus Gesetzmäßigkeiten zu schließen. Daher kann ein Algorithmus nur so gut sein, wie die Daten, die ihm zur Verfügung stehen. Und hier kommen wir wieder zurück zur Frage, wer Daten generiert?

Wer spricht und schreibt Computer?

6. Wie siehst du das?

Liebe Sarah, 

meine Antwort war schon lange in meinem Kopf, hat den Weg zu dir aber erst jetzt gefunden. Erst vor kurzem hörte ich ein Interview mit Kübra Gümusay und war beeindruckt, denn noch nie hatte ich in dieser Weise über unsere Sprache nachgedacht. Umso mehr freute ich mich über deinen Beitrag 🙂 Und dieser wiederum macht mich neugierig, mehr zu diesem Thema zu erfahren und zu lesen. 

Mein Beitrag befasst sich mit etwas Verwandtem – mental models. Kannst du dich erinnern? Wir haben in diesem Semester sowohl in Information Architecture als auch in UX Design darüber gesprochen. Und da ich mich in meiner zweiten Projektarbeit unter anderem mit einem Prototypen beschäftigen werde, habe ich ein bisschen zu diesem Thema recherchiert.

eine einfache Illustration zeigt einen offenen Kopf und eine Sprechblase: wow, I never knew!
dieses Bild kommt von Haikal Lim, veröffentlicht auf uxplanet.org

„A mental model is a set of beliefs about how a system works and how people interact with that system based on their beliefs.“

Cipan, V. UX Passion

Ein mental model ist die individuelle gedankliche Abbildung der Realität basierend auf unseren Erfahrungen und Gelerntem. Wie jeder Mensch denkt, dass etwas funktioniert: zum Beispiel eine App oder ein System. Unsere Handlungen und Entscheidungen beruhen darauf und wir sind ständig am vergleichen unserer mental models mit der Realität. Wenn sich etwas nicht so verhält, wie annehmen, sind wir verwirrt.

Für das Gestalten von Websiten, Apps oder für das Aufbereiten von Informationen für User, sind wir die Übersetzer: Wir machen verständlich, was die Technik im Hintergrund braucht oder macht, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Wenn es sich dabei um neue Informationen oder Anwendungen handelt, ist es sinnvoll, diese zuerst in bekannte Systeme zu platzieren. Ein Beispiel dafür ist der Desktop auf deinem Computer: Dir ist bestimmt schon einmal aufgefallen, dass hier lauter Worte wie in einem Büro verwendet werden: Ordner, Datei, Papierkorb. Bekannte Begriffe also, um die Bedienung von Computern verständlich zu machen – denn als diese eingeführt wurden, wusste das niemand.

Symbole wie im Büro, webdesignerdepot.com

Bevor du so etwas machst, solltest du jedenfalls so gut wie möglich wissen, was und wie deine Zielgruppe denkt.

“Our bodies and brains are developed to prefer environments in which we don’t have to think so hard about what we’re doing.”

Andrew Hinton, Understanding Context 

Solltest du User von einer neuen Art der Bedienung überzeugen wollen, ist es wichtig, dass du genau erklärst und zeigst, wie diese funktioniert. Feedback ist also untentbehrlich. Vor allem musst aber davon überzeugen, dass dein Vorschlag viel besser ist, als bereits Bekannte ;-). Das ist gar nicht so einfach, denn mental models, auf die wir uns schon lange verlassen können, verändern wir nicht so einfach.

In meiner zweiten Projektarbeit muss ich auf gleich zwei mental models Rücksicht nehmen: Wir möchten unsere Kunden und Kundinnen im das Gramm in digitaler und interaktiver Form über den wahren Wert von Lebensmitteln informieren. Einerseits möchten wir damit deren mental model in Bezug auf den Lebensmittelhandel beeinflussen, andererseits das in Bezug der Aufbereitung der Infos für das Smartphone. Ich werde in diesem Beitrag nicht näher darauf eingehen, denn es würde den Rahmen sprengen 🙂

Nun gut, ich freue mich, wieder von dir zu lesen 🙂

Barbara

https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/mentale-modelle/9560