Beiträge

20. Und schon wieder fast vorbei

Hey Sarah, 

bald ist es schon wieder vorbei – unser vorletztes Semester! Wie geht es dir? Bist du bei deiner Feasibility Studie schon gut vorangekommen?

Für mein Projekt war der eigentliche Plan, eine Customer Journey zu analysieren. Im Zuge der Recherche habe ich aber herausgefunden, dass das Angebot für die Journey noch zu wenig bekannt und ausgefeilt ist. Deshalb musste ich einen Schritt zurück machen und am Angebot und der Plattform feilen. Im Moment bin ich noch am analysieren von qualitativen Interviews. Denn der Schritt zurück bedeutet in diesem Fall auch herauszufinden, was Menschen eigentlich brauchen, was sie sich vorstellen können und wünschen, wenn es ums nachhaltige Online-Einkaufen von Lebensmitteln geht. 

Ich habe mich für Semi-Structured Interviews entschieden. Falls dich der Unterschied zwischen structured, semi-structured und unstructured Interviews interessiert, kann ich dir dieses kurze Erklärvideo von the NNGroup empfehlen:

 

Das, was mir für die Feasibility noch fehlt, ist eine Marktanaylse der Grazer Bevölkerung, um herauszufinden, ob es überhaupt genug interessierte Menschen gibt. Ich bin da schon neugierig… 

 

Außerdem habe ich mal Zeit gefunden und Blogbeiträge von uns Cos19ies gelesen 🙂 Deine kenne ich ja 🙂 

Beim Durchlesen bzw Hören erinnerte ich mich wieder an die Anfänge dieses Semesters und auch an die der vorangegangenen. Manches scheint so lange her zu sein und anderes, als wäre es gestern gewesen … 

… ein Blogpost von Linda über Buyer Personas erinnert mich an die Personas, die ich im Zuge der empirischen Projektarbeit erstellt habe und die mich eine ganze Zeit lang begleited haben.

Julia schreibt in einem ihren letzten Beiträge über ein Motivationstief am Ende des dritten Semesters – da hab ich mich auch wieder gefunden. 

… vom Podcast von Karo und Paul habe ich ein paar Episoden angehört und musste mehrmals mehrfach schmunzeln. Das Insider-Wissen, das die beiden teilen ist allerdings nicht nur lustig. 

… Kerstin gibt auf ihrem Blog mutvoll wie immer ganz ruhig und gelassen Tipps. Zum Beispiel, wie man das Vertrauen der Kund*innen gewinnt und behält. Oder wie man die DNA einer Brand gut definiert. Das sind nicht nur für diese Zeit wertvolle Tipps 🙂

Es gäbe noch so viel mehr zu lesen und lernen von all den Cos19ies 🙂 

Ich hoffe, es geht dir gut, liebe Sarah! Bis morgen und viele Grüße aus Graz <3

19. Menschlichkeit im Community Management

Liebe Sarah,

du hast mich in deinem letzten Artikel gefragt, was ich über Facebookgruppen denke. Ich bin da nicht so aktiv, aber manche finde dennoch hilfreich, manche interessant und informativ. Vor allem wenn es um spezielle Themen geht und Wissen und Tipps ausgetauscht und zur Verfügung gestellt werden. 

Hast du schon mal nachgedacht, wie wir uns trotz Lockdown und Homeoffice dennoch auf eine Art und Weise verbunden und nicht alleine fühlen können? Für mich fühlt es sich manchmal so an, als würden wir gemeinsam ein halbwegs sicheres Netz spinnen. So sind wir virtuell miteinander verbunden, können uns auf dieses Netz verlassen, in Sekundenschnelle mit Freunden per Video austauschen, Inhalte teilen und kommentieren. Wir alle sind Teil von Commuities, zur Zeit mehr online als offline, aber das verbindet uns.

 

Ein Artikel auf cmxhub.com hat mich neugierig gemacht: es ist ein veröffentlichtes Interview mit dem Community Professional of the year 2020, Paras Pundir. Ehrlich gesagt war ich überrascht, dass es dafür einen Award gibt und ebenso, dass der Community Professional of the year aus Indien kommt und auch darüber welche Ratschläge er gibt.

Wie entsteht eine Community und was hält sie zusammen? Wie auch bei erfolgreichen Unternehmen geht es auch in einer erfolgreichen Community um das „WHY“. Menschen kommen zusammen, haben die gleichen Interessen oder wollen etwas verändern oder lernen. Und es geht um ehrliche und aufrichtige Verbindungen: 

„A strong community begins with genuine connections. These authentic links are crucial to building an engaged community, online or offline.“ sagt Paras.

 

Als ein guter Community Builder muss man demnach vor allem „echt sein“ und braucht das Vertrauen der einzelnen Mitglieder sowie der Community als Einheit. Ehrlichkeit (auch sich selbst gegenüber), das Interesse Probleme zu lösen und Empathie gehören zu den Grundsätzen eines Community Proffessionals. Ja, mir ist aufgefallen, dass es in meinen letzten Artikeln häufig um Empathie gegangen ist – ein Zufall für die Zeit in der wir leben und sich vieles virtuell abspielt?

Impact ist das, was Paras jeden Tag antreibt. Denn als Community builder steht er in der ersten Reihe und kann auf Menschen wirken und sie zu etwas befähigen, motivieren und Vorbild sein. Und so entsteht Veränderung. 

„If you are true to the cause that you’re building this community for, you will eventually want to connect with members. You will want to talk to them.“

Da ist es wieder, das „WHY“.

Quelle: https://cmxhub.com/a-conversation-with-paras-pundir-community-professional-of-the-year-2020/Wi

 

18. Facebook Fan Page vs. Gruppe

Liebe Barbara

Seit September arbeite ich für Uniport, dem Karriereservice der Universität Wien als Kommunikation und Social Media Managerin. Die Arbeit macht mir viel Freunde. Uniport kommuniziert hauptsächlich über drei Social Media Kanäle: LinkedIn, Instagram und Facebook. Wie viele kleine bis mittlere Unternehmen habe ich das Problem meine Follower über die Facebook Fan Page zu erreichen. Ich bemühe mich interessante Beiträge zu posten und im Endeffekt sieht sie niemand. Der Facebook Logarithmus lässt es nicht zu, dass diese Beiträge im Newsfeed anderer zu sehen sind. Was kann ich tun?

Ich habe mir folgende Lösung überlegt: neben einer Fan Page, erstelle ich auch eine Facebook Gruppe für Studierende, die sich für Berufseinstieg und Karriere interessieren.

Vorteile und Nachteile

Die Vorteile einer Facebook Gruppe liegen auf der Hand:

  • Sichtbarkeit der Marke
  • Bessere Reichweite
  • Engagement (Nähe und Austausch mit Gruppen Mitgliedern)

Die Nachteile meiner Meinung sind:

  • Herausforderung eine Facebook Gruppe aufzubauen
  • Zeitintensiv durch Moderation und Bemühungen die Gruppe aktiv zu halten

Was nun?

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich nichts zu verlieren habe und daher werde ich mich das nächste halbe Jahr darauf konzentrieren eine Micro-Community in dieser Facebook Gruppe aufzubauen.

Hier ist eine kleine Übersicht, über die unterschiedlichen Auftretungsmöglichkeiten auf Facebook:

  Persönliches Profil Fan Page Gruppe
Von wem genutzt: Privat Business Business sowie Privat
Sichtbarkeit: Unterschiedliche Einstellungen der Privatsphäre Öffentlich Öffentlich, Geschlossen oder Geheim
User Statistik Nein Ja Nein (man kann beim Gruppeneintritt Fragen und Daten erheben)
An eine Nachricht schreiben Ja Nein Ja
Schaltung von Werbeanzeigen Nein Ja Nein
Beiträge Manuell erstellen Geplante Beiträge, Manuelle Beiträge Nur manuell erstellen
User Control Je nachdem wie die Einstellungen sind Gering Hoch, Rechte und Rollen können definiert werden

Hast du Erfahrungen mit Facebook Gruppen?

17. Ein Kauf, eine Reise

Liebe Sarah,

hast du dich schon mal mit Customer Journeys beschäftigt?  Ich möchte die Feasibilty Studie dazu nutzen und tiefer in das Thema eintauchen. Denn ich möchte herauszufinden, wo Lücken in den Online Einkaufsmöglichkeiten von das Gramm sind. Was fehlt Kund:innen? Gibt es Pain Points? Was brauchen Kund:innen, um bewusst und nachhaltig zu konsumieren? Ich denke, dass Aufklärung und Bewusstseinsbildung entlang der Customer Journey Steps dafür wesentlich ist. Aber stimmt das wirklich? 

Vera Brannen von usablebrands hat in ihrem Workshop erzählt, dass die Darstellung dieser Journeys diese Vorteile mit sich bringt:

  • Man kann sich besser in die Kund:innen hineinfühlen: sie schaffen Empathie
  • Visualisierte Customer Journeys ermögliche es, das Big Picture zu sehen
  • Content-Silos werden erkannt
  • Neue Chancen könnten erkannt, Probleme behoben und Steps verbessert werden
  • Werte können kommuniziert werden

Empathie für Kund:innen ist ein Vorteil von der Erbarbeitung von Customer Journeys

Für die Datengewinnung möchte ich qualitative Interviews mit Kund:innen aber auch zufällig gewählten Personen führen und mit Daten aus Webanalysetools arbeiten. Die bereits vorhandenen Personas werden dadurch erweitert/verbessert. Für jede Persona soll eine  Customer Journeys entstehen, die anschließend visualiert werden. Irene Michl schreibt in Think Content, dass in einer Studie von Econsultancy 83% der Befragten angaben, dass die Darstellung der Customer Journey dabei hilft, Schwachstellen zu identifizieren. Das gesamte Kundenerlebnis wird durch die Darstellung besser verstanden und kann verbessert werden. Sollte durch die qulitativen Interviews auch ersichtlich werden, dass Bewusstseinsbildung ein entscheidendes Kaufkriterium ist (oder vl auch vom Kauf abhält, da bereits vorhanden), können die unterschiedlichen Journey Steps mit Informationen gestaltet werden. 

Wie wir auch bei Doris Eichmeier gehört haben, gestalten sich Kund:innen ihre Journeys selbst. Sei es über die Website, Social Media oder durchs Vorbeispazieren an Geschäften – durch unterschiedliche Touchpoints betreten sie quasi die Online-Verkaufsfläche. Auch Content nach einem Kauf ist wichtig, damit Kund:innen an das Unternehmen gebunden werden und wiederkommen. Als Tool hat sie uns das Content Sonnensystem mit den fünf Kernbereichen erklärt:

Content-Sonnensystem

Content Sonnensystem von Doris Eichmeier

Irene Michl empfiehlt in ihrem Buch „Think Content“, die Customer Journey in drei Bereiche zu gliedern: 
1. vor dem Kauf
2. während dem Kauf
3. nach dem Kauf

Vor allem aber zählt, wie sich Kund:innen bei diesen einzelnen Steps fühlen.

Wie sich Kund:innen bei den einzelnen Journey Steps fühlen ist wesentlich bei der Recherche

Falls du auf der Suche nach praktischen Tipps bist, empfehle ich dir dieses Video von Adobe: How to map a real customer journe

Und Sarah, wir haben ja im Studium schon öfter mit den verschiedenen Vorlagen von miro gearbeitet. Du hast sicher schon gesehen, dass es da auch praktische Vorlagen für das Erstellen von Customer Journeys gibt!
Achja: Happy new year! Hoffentlich sehen wir uns in 2021 alle wieder.

16. Reflection in Action

Liebe Sarah,

deine Schreibreflexion über deine doch überlegte und strukturierte Arbeitsweise beim Erstellen von Blogposts beeindruckt mich. Vielleicht sollte ich eine dieser Methoden mal anwenden, denn wie du merkst, dauert es bei mir meist länger, bis ein neuer Beitrag online ist. Warum? Darüber schreibe ich in diesem Blogpost.

Schreiben ist für mich mit Hindernissen verbunden. Der Prozess läuft meistens so ab: Ich überlege, über was ich schreiben kann und versuche daraus auch einen Nutzen zu ziehen – für die Arbeit oder unser Studium. Ein Thema, eine Idee, habe ich recht schnell im Kopf. Mir ist es wichtig, dass ich daran interessiert bin. Denn dann möchte ich recherchieren, neue Erkentnisse und Zusammenhänge finden. Und vor allem darüber nachdenken. Aber eigentlich nicht darüber schreiben. 

Warum? Es gibt so viele Informationen im Internet aber auch in Magazinen und Büchern. Warum soll auch ich meinen Gedanken als Studierende freien Lauf lassen? Ich denke, dass ich weder genug Erfahrung noch ausreichend theoretisches Wissen habe, um meine Meinung zu veröffentlichen. Im Internet, offen zugänglich.

Vielleicht ist das eine Sache der Persönlichkeit. Oder ich vermeide die Arbeit. Denn hinter einem gut recherchierten und gut geschriebenen Beitrag steckt viel davon. Und es dauert. Das ist das nächste Hinderniss: Der Mangel an Zeit. Ein Blogpost braucht Zeit:

  • zum Recherchieren
  • zum Sortieren und Strukturieren
  • zum Ausdenken von Geschichten
  • zum Schreiben
  • zum Veröffentlichen

Und dann gibt es da noch die Ablenkung, die vor allem beim Recherchieren im Internet ein Hinderniss sein kann. Kennst du das? Du liest einen spannenden Beitrag und hast auch schon weitere in Aritkel in Tabs geöffnet. Doch irgendeine Notification poppt auf. Du möchtest nur kurz schauen und erkennst erst nach einiger Zeit, dass du noch immer nur kurz schaust. Auf irgendetwas anderes. Die Nachricht hast du längst vergessen. 

Manchmal komme ich in den Flow. Der braucht aber Anlauf, oder Sprungkraft und muss so manchen Schranken überwinden. Oder nennen wir es: das nächste Hinderniss. Das leere weiße Blatt Papier, das du auch kennst. In dieser Phase, nachdem die Idee für ok genug befunden wurde, die Struktur im Kopf steht und auch recherchiert wurde braucht es, bis ich ins Schreiben komme. Wenn ich dort erstmal angekommen bin, wenn ich wirklich schreibe, geht es recht gut. Und wenn ein Blogpost tatsächlich den Weg in ins Internet gefunden hat, freue ich mich sogar. Vielleicht muss ich mich an dieses Gefühl öfter erinnern. Oder ich versuche es mit einer deiner Methoden und mache eine Mindmap mit Farben. Oder ich beginne einfach zu schreiben…

Liebe Sarah, jetzt weißt du, warum ich manchmal etwas länger brauche. Danke für deine Geduld 🙂

15. Schreibreflexion

Liebe Barbara

Ich habe schon länger nichts mehr von dir gelesen! Was beschäftigt dich gerade? In der Zwischenzeit haben sich einige Artikel auf unserem Blog gesammelt und ich möchte an dieser Stelle reflektieren, wie es für mich ist zu schreiben.

Refection-in-action

Jupidu hat uns im Rahmen des Content Strategie Studiums hat uns den Begriff „reflection-in-action“ näher gebracht. Zusammengefasst geht es bei dieser Methode darum, dir selbst beim Schreiben über die Schulter zu schauen und dich zu fragen:

  • Was denkst du, wenn du die ersten Wörter schreibst?
  • Was sind die ersten Wörter? (Titel, Fußnoten,…?)
  • Hast du den gesamten Text im Kopf, wenn du anfängst zu schreiben?
  • Was fällt dir leicht? Was ist schwierig? Was braucht viel Zeit?
  • Wie fühlst du dich beim Schreiben?

Für mich fallen die Antworten unterschiedlich aus, je nachdem was für Texte ich verfasse. Für wissenschaftliche Projekte beginne ich am liebsten mit einem leeren, weißen Papier und einem Stift. Ich notiere Fragestellungen, Aspekte, Methoden, Arbeitsbereiche, Theorien und verbinde sie farblich. Auf diese Weise entsteht ein Mindmap. Diese Methode hilft mir meine chaotischen Gedanken zu ordnen und einen roten Faden zu entdecken.

Ich schreibe prinzipiell gerne mit der Hand. Seit ich 15 bin halte ich Kalender. Der Kalender dient nicht nur meine Termine in Überblick zu behalten, sondern vor allem als Erinnerungstool. Neben kurzen Textpassagen sind darin vor allem Bilder, Fotos, Tickets, Menükarten, Sketches uvm.

Contentlog.work

Unser Blog contenlog.work, liebe Barbara, ist für mich ein kreatives Notizbuch. Ähnlich wie mein Kalender dient es vor allem als Erinnerungs- und Austauschtool zu Themen, die mich im Rahmen meines Studiums und Berufs beschäftigen. Auf diese Weise kann ich diese Themen festhalten und mit anderen teilen möchte. Anders als bei wissenschaftlichen Artikel habe ich eine kreativere, freiere Zugangsweise. Ich fange einfach an zu schreiben. Der Aufbau (Anfang, Mitte und Schluss des Blogartikels) liegt vollkommen im Dunkeln.  

Einfach los schreiben

Wer kennt sie nicht? Schreibblockaden oder die Angst vor dem weißen Papier? Besonders vor größeren Schreibprojekten, weiß man oft nicht, wie mang beginnen sollen. Vor diesem Problem stand bei meiner Diplomarbeit. Ich habe damals den folgenden Tipp erhalten, den ich an dieser Stelle weitergeben möchte:

Fang an zu schreiben – den ersten Gedanken. Es ist vollkommen irrelevant, wie unsinnig dieser Gedanke auf Papier ausschaut. Und dann schreibe den nächsten Gedanken auf. Zensiere dich nicht selbst. Diese Übung hilft dabei in den Schreibfluss zu kommen. Der Inhalt ist dabei nicht wichtig.

Ich muss zugeben, dass ich diese Technik auch bei meinen Blogartikel anwende. Vielleicht sollte ich das nicht zugeben, als Studentin des Content Strategie Lehrgangs? Ich schreibe hier vor allem für mich, und dich , liebe Barbara. Alle anderen Texte, die ich verfasse, richten sich an eine spezifische Leser*inneschaft.

Tagebuch schreiben: 7 gute Gründe + 8 Tipps zum Durchstarten

Wie ist der Schreibprozess bei meinen Studienkolleg*innen?

Wie läuft das bei dir, liebe Barbara?

14. Geschichte des Webdesigns am Beispiel von mtv.com

Liebe Barbara

Wie hat dir das Wahlfach „Interface Design und Typography“ mit Jürgen Genser gefallen? Wir haben im Rahmen unseres Studiums schon mehrmals von der Geschichte des Internets gehört, trotzdem fand ich die den geschichtlichen Aspekt des Webdesigns sehr interessant. In diesem Blogartikel werde ich die Entwicklung des Webdesigns anhand von mtv.com aufzeigen. Ich muss zugeben, als ich durch „alte“ Webseiten aus den 90er Jahre scrollte, bin ich sehr nostalgisch geworden….

Kannst du dich noch an dieses Geräusch erinnern?

1993 Geburtsstunde von mtv.com

Die erste Version im Webarchiv stammt jedoch aus dem Mai 1996. Basierend auf einfachen HTML war die Seite sehr einfach gestaltet und zeigte ein grafisches Element (das Logo), zwei Links und Texterklärungen. In der Abb.1 kannst du leicht erkennen, dass das Layout auf Tabellen basierte. Es richtete sich an ein junges, technisch affines Publikum. Die Website richtete sich an dieses Publikum mit entsprechenden Humor. Der User konnte je nach Internetstabilität und Browser zwischen „Decaf“ und „Java“ wählen. MTV verstand sehr früh das Konzept der Landing Page.

mtv.com, Mai 1996, Quelle: web.archive.org

1997: Flash

Die Einführung von Flash im Jahr 1997 war besonders wichtig für mtv.com. Mit Flash konnte Musik abgespielt, Videos, neue Layouts, Animationen und Interaktionen angezeigt werden. Obwohl man die klassische Tabellenstruktur noch erkennen kann (Abb. 2), zeigt die Website viel mehr Inhalt: farbenfrohe, unterschiedliche Schriftarten und Animationen (die roten Sterne blinken, die kleinen Banner bewegen sich). All in allem ist auf der Seite sehr viel los.

Abb.2 mtv.com, April 2000, Quelle: web.archive.org

2004: User und bezahlte Werbung

Der Trend, mehr Inhalte auf der Website zu platzieren (Text, Animationen, Videos, Bilder…), wuchs weiter, wie in Abb. 3 dargestellt. Mit höheren Userzahlen begann die Kommerzialisierung mit bezahlter Werbung. Das Layout der Website ist fixiert und in Kopfzeile, Navigationsmenü und verschiedene Inhaltstypen unterteilt. Die Website wirkt nach unserem heutigen Standarf kleinformatig und überladen.

Abb.3 mtv.com, Oct. 2004, Quelle: web.archive.org

2007: Reduziert

Mit der Zeit wurde auch der schwarze Bereich außerhalb des Website-Layouts verwendet und in das Webdesign integriert. Die Inhaltsanzeige wurde leicht minimiert: Bilder, Videos sowie Schriftgröße wurden größer. Außerdem reduzierte sich die Schriftfarbe auf Blau und Grau. Insgesamt sah die Seite nun mehr „aufgeräumt“ aus.

Abb.4 mtv.com, Sept. 2007, Quelle: web.archive.org

2012: Printmagazin-Ästhetik

Fünf Jahre später änderte sich die Website komplett. Der beliebte Slide-Banner wurde prominent platziert. Zum ersten Mal sind die Social Media Buttons sichtbar. Das Design der Website spielt mit weißen Leeraum, welche nur durch quadratische Containerelementen unterbrochen werden. Die Website wirkt wie eine Seite aus einem Printmagazin.

Abb. 5 mtv.com, Dez. 2012, Quelle: web.archive.org

2016: Vereinfacht

Im Jahr 2016 wurde mtv.com vereinfacht. Die Navigation zeigt nun nur noch drei Kategorien: Shows, Musik und Nachrichten. Die Verlinkungen zu den Social-Media-Kanäle sind ebenfalls begrenzt. Vor allem aber nutzt die Website den gesamten Bildschirm und ist responsiv- Das bedeutet die Seite reagiert auf kleinere Geräte. Die Bilder wurden mit drei Textzeilen (Handlungsaufforderung, Titel, Untertitel) prominenter präsentiert. Diese Version ähnelt der heutigen Seite von mtv.com.

Liebe Barbara, was sagst du als ausgebildete Designerin zu meiner Interpretation der geschichtlichen Entwicklung des Webdesigns?

13. Ein Blick ins Content Marketing

Liebe Sarah,

gespannt habe ich deinen Blog-Beitrag „Contentstrategie vs Contentmarketing“ gelesen. Denn auch ich musste für die Einführungslecture Content Marketing einen Beitrag verfassen. 

Da ich wenig Erfahrung mit Marketing habe, ist es für mich immer wieder interessant zu sehen, was es alles gibt.  Persönlich konnte ich in den letzten Jahren ein subjektives Gefühl der Ablehnung, Abneigung von aufdringlichen Marketingkampagnen, “Marktschreiern” beobachten. Speziell Anzeigen im Internet nehme ich oft gar nicht wahr. Im Zuge der Recherche habe ich entdeckt, dass es dafür sogar einen Begriff gibt: “Bannerblindheit”. Kennst du das auch? Deshalb finde ich aus aktueller sicht Content Marketing interessant, denn laut Definition vom Begründer Joe Pulizzi, steht der Inhalt klar im Vordergrund:

“Content Marketing is a strategic marketing approach focused on creating and distributing valuable, relevant, and constant content to attract and retain a clearly-defined audience – and, ultimately, to drive profitable customer action.”

Pulizzi, Joe: Epic Content Marketing: How to Tell a Different Story, Break through the Clutter, & Win More Customers by Marketing Less – datenschmutz.blog | Ritchie Pettauer

Klar definierten Usern werden also konkrete Lösungen und Hilfestellungen in Bezug auf bestimmte Probleme geboten. Dabei stehen die Anliegen der User klar im Vordergrund und nicht die Produkte.

Content-Marketing hat für unterschiedliche Bereiche aber eine unterschiedliche Bedeutung: 

  • aus SEO Perspektive dient es vor allem das Ranking zu in Suchmaschinen zu verbessern
  • für Public Relations liegt der Fokus auf Beziehungsaufbau mit der Öffentlichkeit
  • in Bezug auf Branding wird das Image der Marke gestärkt 
  • für E-Commerce Unternehmen geht es um das Verkaufen von Produkten

Content Marketing ist also nicht gleich Content Marketing.

red market sign

Bei meiner Recherche bin ich außerdem häufig auf die Begriffe Inbound Marketing und Marketing Automatisation gestoßen. Ich bin gespannt, ob wir im Zuge der Lehrveranstaltung mehr darüber erfahren und auch lernen, wie man Content Marketing erfolgreich umsetzt – vielleicht sogar automatisiert? Ist das wirklich möglich? Und wann sind wir als User auch damit gesättigt? 

Wie wir dann in der Lecture mit Heinz Wittenbrink gehört haben, gibt es wieder Tendenzen weg vom Content Marketing zu gehen. Klassisches Marketing wird zum Beispiel von Coca Cola wieder öfter eingesetzt .

Wie stehst du zu Marketing liebe Sarah?

Bis bald, Barbara

https://blog.hubspot.de/marketing/content-marketing-grundlagen

https://content-marketing.com/marketing-im-wandel-der-zeit/

12. Content Strategie vs. Content Marketing?

Liebe Barbara

Wie verläuft deine Projektarbeit? Ich werde deinen wertvollen Input bezüglich Buyer Persona in meine nächste Gruppenarbeit mitnehmen.

Eine Freundin von mir hat vor kurzem ihren Master in Online Media Marketing an der Donau Universität in Krems abgeschlossen. Wir unterhielten uns über die unterschiedlichen Perspektiven unserer beiden Studienrichtungen. Für sie war Content Strategie ein Teil von Content Marketing. ich wiederum sehe es andersherum und das liegt nicht nur an meinem Content Strategie Studium an der FH Joanneum in Graz.

Was sind die Unterschiede zwischen Content Marketing und Content Strategie?

Die Trennung dieser Begriffe erfolgt zum Teil willkürlich. Je nachdem aus welcher „Schule“ man kommt, setzt man unterschiedliche Definitionen.

Andreas Schülke geht in seinem Blogartikel: „Content-Marketing-Strategie oder Content-Marketing-Taktik?“ vor allem auf die Unterscheidung zwischen Strategie und Taktik ein. Er erklärt diese auch durch ihre Wortableitungen:

Strategie Taktik
Antwort auf Frage Was? Wer und Wie?
Griechische Bedeutung stratós: Armee, Ressourcen;
stratēgós: Feldherr;
stratēgía: Feldherrenkunst
taktiká: Kunst, ein Heer in Schlachtordnung zu stellen
Definition Übergeordneter Plan, der mehrere Taktiken umfassen kann Pläne, Aufgaben oder Prozeduren, die ausgeführt werden;
kann einer Strategie untergeordnet sein
Aufgabe planen machen
Perspektive breit eng
Zeit langfristig, zukunftsorientiert unmittelbar, kurzfristig
Im Wettbewerb schwer zu kopieren leicht zu kopieren
(Schülke, 2018)

Nach Schülke liegt der Kernunterscheidung zwischen Content Strategie und Content Marketing Taktik in der Durchführung: Während man in der Content Strategie einen übergeordneten Plan arbeitet, liegt der Schwerpunkt in der Content Marketing Taktik im Operativen. Somit umfasst der Begriff der Content Strategie den Begriff Content Marketing (Taktik).

Als Leiter einer Online Marketing Agentur definiert der Autor den Begriff Content Marketing sehr genau:

Content-Marketing ist eine Vermarktungstechnik, die auf der Erstellung und Verbreitung von Inhalten mit Mehrwert basiert (Information, Beratung oder Unterhaltung). Diese hochwertigen Inhalte sollen relevant für eine klar definierte Zielgruppe sein und dazu beitragen, neue Kunden zu gewinnen oder auf anderem Wege mehr Umsatz zu generieren.

(Schülke 2019)

Content Strategie steuert nach Kristina Halvorson die Erstellung, Bereitstellung und Verwaltung nützlicher, verwendbarer Inhalte (Halvorson, o.J.). Dabei können je nach Bedarf und Ressourcen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden.


Das überarbeit

Das Viereck ist eine überarbeitete Version von Halverson. Im Zentrum steht der Begriff Content Strategie, der von zwei Bereichen umgeben ist:

  • Content Design beschreibt, wie Daten genutzt werden, um Usern zielgruppengenau Content zu bieten.
    • Editorial bezieht sich auf die Abstimmung zwischen den Zielen, Zielgruppen und der „Tone of Voice“.
    • Experience setzt den User und seine Bedürfnisse in den Fokus.
  • System Design ist ein technisches System, das dabei unterstützt über lange Zeit hochwertigen Content zu erstellen und für den User attraktiv aufbereitet.
    • Die Stuktur trägt dazu bei, die richtigen Keywords zu verwenden, Inhalte übersichtlich zu präsentieren
    • Der Prozess umfasst unter anderem Content Produktion, Bereitstellung und Messung.

Zusammengefasst

Wenn man die zwei Definitionen von Content Marketing und Content Strategie gegenüberstellt, werden viele Gemeinsamkeiten deutlich. Die größte Unterscheidung ist die „Größe“ der Begriffe. Content Strategie umfasst den Begriff der „Governance“ – der Verwaltung. Content Strategie denkt in Kreisen, die sich optimieren. Content Marketing bezieht sich auf eine geradlinige Campaign.

Kennst du schon?

Viele Studienkolleginnen haben ihre Meinung zum Thema Content Marketing in Blogartikel publiziert:

Bibliografie

Halvorson, K. (o. J.). What is Content Strategy. Content Strategy. Abgerufen 13. Oktober 2020, von https://www.contentstrategy.com/what-is-content-strategy

Halvorson, K. (2018, April 26). New Thinking: Brain Traffic’s Content Strategy Quad – Brain Traffic. https://www.braintraffic.com/articles/new-thinking-brain-traffics-content-strategy-quad

Schülke, A. (2018, Januar 25). Content-Marketing-Strategie oder Content-Marketing-Taktik? Bloofusion Blog. https://blog.bloofusion.de/content-marketing-strategie-oder-content-marketing-taktik/

Schülke, A. (2019, Februar 5). Was ist Content Marketing? Bloofusion Blog. https://blog.bloofusion.de/was-ist-content-marketing/

11. Brauchst du das wirklich?

Liebe Sarah,
ja, die Zeit vergeht so schnell – die Hälfte ist wirklich schon vorbei! Unser Dialog hier ist auch für mich sehr wertvoll. Ich denke, dass das Gefühl der #studiensamkeit schon mit der Pandemie zusammenhängt und auch damit, dass so viele von uns nebenher arbeiten und einfach wenig Zeit haben. Ich bin meistens froh, alles unter einen Hut zu bringen und oft fehlt mir die Energie für neue Kontakte (nicht nur im Studium). Vielleicht ändert sich ja etwas im kommenden Jahr, denn ich bin nun in Bildungsteilzeit 🙂

Zur Zeit schreibe ich noch an der zweiten Projektarbeit. Ich versuche herauszufinden, wie und warum Menschen Lebensmittel kaufen, welche Informationen sie möchten und auf welche Aspekte sie Wert legen. Die Hypothese lautet, dass Menschen eher dazu neigen, in lokalen Geschäften regionale, fair und nachhalig produzierte Produkte kaufen, wenn sie genug über die Hintergründe der Lebensmittelproduktion wissen. Das Ziel dieser Projektarbeit ist eine Marktrecherche und die Identifikation von Buyer Personas.

Doch was muss man genau machen, um Buyer Personas zu identifizieren?

Wie Adele Revella in \"Buyer Personas\" schreibt, reichen nur demographische Profile von Kund*innen nicht aus. Storys und Faktoren, die Kaufentscheidungen der Kund*innen beeinflussen, geben mehr Einblicke in das Einkaufsverhalten. Deshalb ist es wichtig, dass eine Buyer Persona aus beiden Teilen besteht:

Ich bin gespannt, ob sich diese Vermutung am Ende meiner Projektarbeit in den Kaufentscheidungen der identifizierten Personas wiederspiegelt: Je mehr Menschen über die Hintergründe der Lebensmittelproduktion, Beschäftigungsverhältnisse und Transportwege wissen, desto eher kaufen sie regionale und fair produzierte Produkte - auch wenn sie dafür ein klein wenig mehr ausgeben müssen. Ich denke, es ist ein interessantes, aber auch sensibles Thema.

Das Ergebnis kannst du dann in meiner Projekarbeit nachlesen 😉 Mit welchem Thema hast du dich in deiner zweiten Projektarbeit befasst und wie ist es dir dabei ergangen?

Ich freue mich, dich und die anderen im Oktober wieder zu sehen:)

Bis bald, Barbara