19. Menschlichkeit im Community Management

Liebe Sarah,

du hast mich in deinem letzten Artikel gefragt, was ich über Facebookgruppen denke. Ich bin da nicht so aktiv, aber manche finde dennoch hilfreich, manche interessant und informativ. Vor allem wenn es um spezielle Themen geht und Wissen und Tipps ausgetauscht und zur Verfügung gestellt werden. 

Hast du schon mal nachgedacht, wie wir uns trotz Lockdown und Homeoffice dennoch auf eine Art und Weise verbunden und nicht alleine fühlen können? Für mich fühlt es sich manchmal so an, als würden wir gemeinsam ein halbwegs sicheres Netz spinnen. So sind wir virtuell miteinander verbunden, können uns auf dieses Netz verlassen, in Sekundenschnelle mit Freunden per Video austauschen, Inhalte teilen und kommentieren. Wir alle sind Teil von Commuities, zur Zeit mehr online als offline, aber das verbindet uns.

 

Ein Artikel auf cmxhub.com hat mich neugierig gemacht: es ist ein veröffentlichtes Interview mit dem Community Professional of the year 2020, Paras Pundir. Ehrlich gesagt war ich überrascht, dass es dafür einen Award gibt und ebenso, dass der Community Professional of the year aus Indien kommt und auch darüber welche Ratschläge er gibt.

Wie entsteht eine Community und was hält sie zusammen? Wie auch bei erfolgreichen Unternehmen geht es auch in einer erfolgreichen Community um das „WHY“. Menschen kommen zusammen, haben die gleichen Interessen oder wollen etwas verändern oder lernen. Und es geht um ehrliche und aufrichtige Verbindungen: 

„A strong community begins with genuine connections. These authentic links are crucial to building an engaged community, online or offline.“ sagt Paras.

 

Als ein guter Community Builder muss man demnach vor allem „echt sein“ und braucht das Vertrauen der einzelnen Mitglieder sowie der Community als Einheit. Ehrlichkeit (auch sich selbst gegenüber), das Interesse Probleme zu lösen und Empathie gehören zu den Grundsätzen eines Community Proffessionals. Ja, mir ist aufgefallen, dass es in meinen letzten Artikeln häufig um Empathie gegangen ist – ein Zufall für die Zeit in der wir leben und sich vieles virtuell abspielt?

Impact ist das, was Paras jeden Tag antreibt. Denn als Community builder steht er in der ersten Reihe und kann auf Menschen wirken und sie zu etwas befähigen, motivieren und Vorbild sein. Und so entsteht Veränderung. 

„If you are true to the cause that you’re building this community for, you will eventually want to connect with members. You will want to talk to them.“

Da ist es wieder, das „WHY“.

Quelle: https://cmxhub.com/a-conversation-with-paras-pundir-community-professional-of-the-year-2020/Wi