26. gather.town setup

Liebe Sarah,

unser letztes Semester ist wie im Flug vergangen. So schnell, dass ich diesen Blogartikel auch etwas verspätet ist. Ich möchte dir hier schreiben, wie es mir mit der Gestaltung von gather.town für unser letztes Barcamp gegangen ist.

 

Eine Stadt zum Treffen

gather.town ist eine Software, die virtuelle Konferenzen, Festival oder Camps ermöglicht. Mit einem Avatar navigieren und bewegen sich die Besucher:innen durch die Räume. Sobald sich zwei oder mehrere Personen näher kommen, erklingt der Ton und die Kamera schaltet sich ein. Man begegnet sich beinah so, wie man es abseits der Bildschirme macht.  

Falls du nochmals durch die Räume vom Barcamp21 spazieren möchtest – das Setup ist noch online. Und so hat es im Backend ausgesehen: 

 

Bevor der virtuelle Konferenzraum direkt in gather.town gestaltet werden konnte, wurde im Barcamp21-Team folgendes festgelegt:

Für das Barcamp21 braucht es: 

 

  • sechs einzelne Räume mit schalldichten Wänden
  • einen Meetingpunkt für das Opening und Closing
  • zwei separate Meetingpoints mit privater Diskussionsmöglichkeit 
  • genügend Platz und Bewegungsmöglichkeiten für etwa 200 Personen 
 
Nach zwei Stunden hatte ich mich in die Software eingearbeitet und die einzelnen Möglichkeiten verstanden und Elemente erkundet. gather.town begann mir Spaß zu machen. 

 

Die Möglichkeiten zusammengefasst:

Grundsätzlich kannst du alles selbst gestalten, also auch den Raumaufbau. Dazu musst musst aber wirklich viel Zeit investieren und dich intensiv mit gather.town beschäftigen. Für das Coscamp21 haben wir ein fertig gebautes Template verwendet und dieses entsprechend adaptiert. 

Der Hintergrund ist ein zweidimensionales Bild im jpg-Format, das einfach mit Photoshop entsprechend bearbeitet werden kann. Das folgende Bild zeigt dir genau den Hintergrund für unser Coscamp: Die Zahlen in den Räumen sowie die Logos wurden mit Photoshop hinzugefügt.  

Die Zahlen dienen als Orientierung und Leitsystem und sind deshalb so groß und markant, um gut lesbar zu sein.

 

Auf diesen 2D Hintergrund können in der Webaplikation gather.town  unterschiedliche Elemente ausgewählt und platziert werden. Die Auswahl ist ziemlich groß: es gibt unterschiedliche statische Elemente wie Sitz- und Liegemöglichkeiten, Barelemente, Getränke, Essen, Blumen,… Auch interaktive Elemente können ausgewählt und platziert werden, wie Beamer, Whiteboards oder Jukeboxen. Wie viele interaktive Elemente verwendet werden können, hängt vom Zahlungsmodell ab. Zusätzlich muss jeder Raum als abgegrenzter Raum mit Wänden genau definiert werden – ebenso alle Flächen, die für private Gespräche genutzt werden können. 

 

Dieses Bild zeigt die Bar, sowie das Menü. Hier kann man den Modus zwischen Einstellungen, Builder, Calender, Chat und Teilnehmer welchseln. 

 

 

Hier ist die Rooftop-Bar zu sehen, die noch als zusätzlicher Raum eingebaut wurde. Teilnehmer:innen konnten sich hier auch privat und ungesehen unterhalten. 

 

Eine gut besuchte Session in Raum 5 🙂  

 

 

Diese Blogbeiträge berichten ebenfalls davon:

Content Strategy Camp 2021 #coscamp2021

victoriahufnagl.com/tag/gather-town/

https://ayla-kusuran.jimdofree.com/gather.town-online-events/

Warst du beim Barcamp dabei? Wie hat es dir gefallen? 

Bis bald! – vielleicht sogar wieder in Wien 🙂 

22. Symbiose Studium und Arbeit

Hey Sarah,

wie geht es dir mit der Trennung in deinem neuen Beruf und dem Studium? Gibt es bei dir eine klare Trennung zwischen Arbeit und Studium? Oder kannst die Arbeitszeit auch zum Arbeiten an Projekten verwenden? Ich schreibe die Masterarbeit für das Unternehmen, in dem ich arbeite. Da verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Studium schnell. Eigentlich ist es eine Symbiose, denn beide profitieren voneinder. Die Arbeit jedenfalls davon, dass ich Erlerntes sehr unkompliziert ausprobieren und anwenden kann. Das Studieren profitiert dann von der Erfahrung und bringt mir einen direkten Praxisbezug zur Theorie.

Zusätzlich gibt es ja noch die Projektarbeiten, die jeweils ein Projekt im echten Leben sind (oder waren) und wirklich nützliche Informationen und Wissen lieferten. Natürlich kann nicht alles gleich angewendet werden, so manch Erlerntes würde auch die vorhandenen Ressourcen im Unternehmen sprengen. Ja, wenn es zur Arbeitszeit kommt, verschwimmt diese durch das Studium auch: Projekte, die im Studium für die Arbeit durchgeführt werden, verlagern sich auch in die Freizeit. Naja, im Laufe des Studiums hat es schon mehrere Situationen gegeben, die sich wirklich gut ergänzt haben. Hier ein paar Beispiele:

  • Basic Tipps für SEO konnte ich direkt anwenden und im Team weitergeben
  • Marketing: Die Wichtigkeit der funnels konnte bei einer Social Media Kampagne angewendet werden
  • Projektarbeiten in Bezug auf Markt- und Userrecherche 
  • Schreiben im Internet: Die Tipps aus dem ersten Semester für Ecommerce Texte
  • Content Modelling ist gerade in meiner aktuellen Phase der Masterarbeit essentiell

Das sind jetzt eher kleine taktische und kurzfristige Empfehlungen und Entscheidungen die ohne langwierige Diskussionen umgesetzt werden konnten. In der Masterarbeit sollen auch strategische Handlungsempfehlungen für einen bestimmten Teil des Unternehmens enstehen. 

Ich denke, dass es auch bei Ayla und ihrem Arbeitgeber so ist. Zumindest habe ich das aus ihrem Blogartikel über Visualisierung so herausgelesen.  

Auch bei Linda ist es ähnlich, wie sie hier schreibt.

Wie ist das bei dir, liebe Sarah? f

20. Und schon wieder fast vorbei

Hey Sarah, 

bald ist es schon wieder vorbei – unser vorletztes Semester! Wie geht es dir? Bist du bei deiner Feasibility Studie schon gut vorangekommen?

Für mein Projekt war der eigentliche Plan, eine Customer Journey zu analysieren. Im Zuge der Recherche habe ich aber herausgefunden, dass das Angebot für die Journey noch zu wenig bekannt und ausgefeilt ist. Deshalb musste ich einen Schritt zurück machen und am Angebot und der Plattform feilen. Im Moment bin ich noch am analysieren von qualitativen Interviews. Denn der Schritt zurück bedeutet in diesem Fall auch herauszufinden, was Menschen eigentlich brauchen, was sie sich vorstellen können und wünschen, wenn es ums nachhaltige Online-Einkaufen von Lebensmitteln geht. 

Ich habe mich für Semi-Structured Interviews entschieden. Falls dich der Unterschied zwischen structured, semi-structured und unstructured Interviews interessiert, kann ich dir dieses kurze Erklärvideo von the NNGroup empfehlen:

 

Das, was mir für die Feasibility noch fehlt, ist eine Marktanaylse der Grazer Bevölkerung, um herauszufinden, ob es überhaupt genug interessierte Menschen gibt. Ich bin da schon neugierig… 

 

Außerdem habe ich mal Zeit gefunden und Blogbeiträge von uns Cos19ies gelesen 🙂 Deine kenne ich ja 🙂 

Beim Durchlesen bzw Hören erinnerte ich mich wieder an die Anfänge dieses Semesters und auch an die der vorangegangenen. Manches scheint so lange her zu sein und anderes, als wäre es gestern gewesen … 

… ein Blogpost von Linda über Buyer Personas erinnert mich an die Personas, die ich im Zuge der empirischen Projektarbeit erstellt habe und die mich eine ganze Zeit lang begleited haben.

Julia schreibt in einem ihren letzten Beiträge über ein Motivationstief am Ende des dritten Semesters – da hab ich mich auch wieder gefunden. 

… vom Podcast von Karo und Paul habe ich ein paar Episoden angehört und musste mehrmals mehrfach schmunzeln. Das Insider-Wissen, das die beiden teilen ist allerdings nicht nur lustig. 

… Kerstin gibt auf ihrem Blog mutvoll wie immer ganz ruhig und gelassen Tipps. Zum Beispiel, wie man das Vertrauen der Kund*innen gewinnt und behält. Oder wie man die DNA einer Brand gut definiert. Das sind nicht nur für diese Zeit wertvolle Tipps 🙂

Es gäbe noch so viel mehr zu lesen und lernen von all den Cos19ies 🙂 

Ich hoffe, es geht dir gut, liebe Sarah! Bis morgen und viele Grüße aus Graz <3

17. Ein Kauf, eine Reise

Liebe Sarah,

hast du dich schon mal mit Customer Journeys beschäftigt?  Ich möchte die Feasibilty Studie dazu nutzen und tiefer in das Thema eintauchen. Denn ich möchte herauszufinden, wo Lücken in den Online Einkaufsmöglichkeiten von das Gramm sind. Was fehlt Kund:innen? Gibt es Pain Points? Was brauchen Kund:innen, um bewusst und nachhaltig zu konsumieren? Ich denke, dass Aufklärung und Bewusstseinsbildung entlang der Customer Journey Steps dafür wesentlich ist. Aber stimmt das wirklich? 

Vera Brannen von usablebrands hat in ihrem Workshop erzählt, dass die Darstellung dieser Journeys diese Vorteile mit sich bringt:

  • Man kann sich besser in die Kund:innen hineinfühlen: sie schaffen Empathie
  • Visualisierte Customer Journeys ermögliche es, das Big Picture zu sehen
  • Content-Silos werden erkannt
  • Neue Chancen könnten erkannt, Probleme behoben und Steps verbessert werden
  • Werte können kommuniziert werden

Empathie für Kund:innen ist ein Vorteil von der Erbarbeitung von Customer Journeys

Für die Datengewinnung möchte ich qualitative Interviews mit Kund:innen aber auch zufällig gewählten Personen führen und mit Daten aus Webanalysetools arbeiten. Die bereits vorhandenen Personas werden dadurch erweitert/verbessert. Für jede Persona soll eine  Customer Journeys entstehen, die anschließend visualiert werden. Irene Michl schreibt in Think Content, dass in einer Studie von Econsultancy 83% der Befragten angaben, dass die Darstellung der Customer Journey dabei hilft, Schwachstellen zu identifizieren. Das gesamte Kundenerlebnis wird durch die Darstellung besser verstanden und kann verbessert werden. Sollte durch die qulitativen Interviews auch ersichtlich werden, dass Bewusstseinsbildung ein entscheidendes Kaufkriterium ist (oder vl auch vom Kauf abhält, da bereits vorhanden), können die unterschiedlichen Journey Steps mit Informationen gestaltet werden. 

Wie wir auch bei Doris Eichmeier gehört haben, gestalten sich Kund:innen ihre Journeys selbst. Sei es über die Website, Social Media oder durchs Vorbeispazieren an Geschäften – durch unterschiedliche Touchpoints betreten sie quasi die Online-Verkaufsfläche. Auch Content nach einem Kauf ist wichtig, damit Kund:innen an das Unternehmen gebunden werden und wiederkommen. Als Tool hat sie uns das Content Sonnensystem mit den fünf Kernbereichen erklärt:

Content-Sonnensystem

Content Sonnensystem von Doris Eichmeier

Irene Michl empfiehlt in ihrem Buch „Think Content“, die Customer Journey in drei Bereiche zu gliedern: 
1. vor dem Kauf
2. während dem Kauf
3. nach dem Kauf

Vor allem aber zählt, wie sich Kund:innen bei diesen einzelnen Steps fühlen.

Wie sich Kund:innen bei den einzelnen Journey Steps fühlen ist wesentlich bei der Recherche

Falls du auf der Suche nach praktischen Tipps bist, empfehle ich dir dieses Video von Adobe: How to map a real customer journe

Und Sarah, wir haben ja im Studium schon öfter mit den verschiedenen Vorlagen von miro gearbeitet. Du hast sicher schon gesehen, dass es da auch praktische Vorlagen für das Erstellen von Customer Journeys gibt!
Achja: Happy new year! Hoffentlich sehen wir uns in 2021 alle wieder.