16. Reflection in Action

Liebe Sarah,

deine Schreibreflexion über deine doch überlegte und strukturierte Arbeitsweise beim Erstellen von Blogposts beeindruckt mich. Vielleicht sollte ich eine dieser Methoden mal anwenden, denn wie du merkst, dauert es bei mir meist länger, bis ein neuer Beitrag online ist. Warum? Darüber schreibe ich in diesem Blogpost.

Schreiben ist für mich mit Hindernissen verbunden. Der Prozess läuft meistens so ab: Ich überlege, über was ich schreiben kann und versuche daraus auch einen Nutzen zu ziehen – für die Arbeit oder unser Studium. Ein Thema, eine Idee, habe ich recht schnell im Kopf. Mir ist es wichtig, dass ich daran interessiert bin. Denn dann möchte ich recherchieren, neue Erkentnisse und Zusammenhänge finden. Und vor allem darüber nachdenken. Aber eigentlich nicht darüber schreiben. 

Warum? Es gibt so viele Informationen im Internet aber auch in Magazinen und Büchern. Warum soll auch ich meinen Gedanken als Studierende freien Lauf lassen? Ich denke, dass ich weder genug Erfahrung noch ausreichend theoretisches Wissen habe, um meine Meinung zu veröffentlichen. Im Internet, offen zugänglich.

Vielleicht ist das eine Sache der Persönlichkeit. Oder ich vermeide die Arbeit. Denn hinter einem gut recherchierten und gut geschriebenen Beitrag steckt viel davon. Und es dauert. Das ist das nächste Hinderniss: Der Mangel an Zeit. Ein Blogpost braucht Zeit:

  • zum Recherchieren
  • zum Sortieren und Strukturieren
  • zum Ausdenken von Geschichten
  • zum Schreiben
  • zum Veröffentlichen

Und dann gibt es da noch die Ablenkung, die vor allem beim Recherchieren im Internet ein Hinderniss sein kann. Kennst du das? Du liest einen spannenden Beitrag und hast auch schon weitere in Aritkel in Tabs geöffnet. Doch irgendeine Notification poppt auf. Du möchtest nur kurz schauen und erkennst erst nach einiger Zeit, dass du noch immer nur kurz schaust. Auf irgendetwas anderes. Die Nachricht hast du längst vergessen. 

Manchmal komme ich in den Flow. Der braucht aber Anlauf, oder Sprungkraft und muss so manchen Schranken überwinden. Oder nennen wir es: das nächste Hinderniss. Das leere weiße Blatt Papier, das du auch kennst. In dieser Phase, nachdem die Idee für ok genug befunden wurde, die Struktur im Kopf steht und auch recherchiert wurde braucht es, bis ich ins Schreiben komme. Wenn ich dort erstmal angekommen bin, wenn ich wirklich schreibe, geht es recht gut. Und wenn ein Blogpost tatsächlich den Weg in ins Internet gefunden hat, freue ich mich sogar. Vielleicht muss ich mich an dieses Gefühl öfter erinnern. Oder ich versuche es mit einer deiner Methoden und mache eine Mindmap mit Farben. Oder ich beginne einfach zu schreiben…

Liebe Sarah, jetzt weißt du, warum ich manchmal etwas länger brauche. Danke für deine Geduld 🙂